TÜBINGEN. Das Uhlandgymnaisum ist das älteste Gymnasium Tübingens. Nach jahrelangen Sanierungsarbeiten wurde es nun der Schulgemeinschaft übergeben, zur Freude der Schüler: »Endlich kein Übergangsgebäude mehr.« Die Arbeiten für das unter Denkmalschutz stehende Gebäude waren längst überfällig, wie Boris Palmer erzählt. Wegen Raummangels seien etwa in den 1960er Jahren Pavillons gebaut worden, die jetzt im Rahmen der Sanierung abgerissen wurden, so der Oberbürgermeister.
Für genügend Raum sorgt nun das ausgebaute Dachgeschoss sowie der bereits 2011 errichtete Neubau. »Schon damals war der Altbau nicht mehr sichtbar.«, beschreibt der Oberbürgermeister. »Ersatzbauten verdeckten den Blick auf das historische Gebäude«, so Andrejs Petrovski.
Besonderen Dank sprach der Schulleiter allen Beteiligten aus, vor allem den Gemeinderäten und der Stadtverwaltung, die sich für die notwendige Sanierung eingesetzt haben. Sechs Jahre dauerte die Arbeiten, sechs Jahre mussten die Schülerinnen und Schüler des Uhlandgymnasiums lang Baulärm und Dreck ertragen. Nach dem symbolischen Durchschneiden des roten Bandes bei der offiziellen Eröffnung, können die Schüler nun in ein innen und außen komplett saniertes Gebäude einkehren, das mit neuester Haustechnik, einem modernen Brandschutzsystem sowie verbesserten Lüftungs- und Energiesystemen ausgestattet ist. Die Schüler freuen sich besonders über die neue Einrichtung und die hochmodernen Tafelsysteme. Flatscreens säumen die Klassenzimmerwände. »So fortschrittlich wollen jetzt wohl alle Schulen sein«, witzelt der seit 2014 amtierende Schulleiter. »Die 20 Millionen Euro, die in dieses Großprojekt investiert wurden, müssen jetzt die kommenden 115 Jahre hinreichen«, fügt Boris Palmer hinzu und bezieht sich auf die lange Zeit, als im Uhlandgymnasium bautechnisch nichts passiert ist. In den kommenden Monaten soll nun der an das Gebäude angrenzende Anlagenpark auf Vordermann gebracht werden.     –nina