TÜBINGEN. Nach zwei Siegen in Folge mussten die Tigers Tübingn eine schmerzhafte  Niederlage in der Zweiten Basketball-Bundesliga hinnehmen. Im Derby gegen die Kirchheim Knights unterlag die Mannschaft von Aleksandar Nadjfeji deutlich mit 54:76 (22:41). 
Die Raubkatzen fanden von Beginn an nie zu ihrem Spiel und zeigten offensiv ihre bisher schwächste Saisonleistung.
Normalerweise zählen die Tigers zu den stärksten Offensiv-Mannschaften der Liga. Durchschnittlich 87,6 Punkte, 19,1 Vorlagen und eine starke Wurfquote von über 50 Prozent aus dem Feld sind Topwerte in der 2. Basketball Bundesliga. Davon war gegen Kirchheim nicht viel zu bestaunen. Die Tigers agierten im Angriff ungewohnt statisch und mit wenig Bewegung.
Der Ball lief nur selten wie gewohnt schnell und flüssig durch die eigenen Reihen, immer wieder verrannten sich die Hausherren in Einzelaktionen und fanden so keine guten Würfe. Über das gesamte Spiel gelangten auf diese Weise nur magere 29 Prozent der eigenen Würfe durch die Reuse.
Zwölf Vorlagen als Mannschaft und 54 erzielte Punkte liegen ebenfalls weit unter den eigenen Möglichkeiten. Zwar gestalteten die Tigers die letzten beiden Viertel ausgeglichen, an ein Comeback war jedoch zu keinem Zeitpunkt zu denken. Entsprechend groß war auch die Enttäuschung bei Fans und Spielern, die nach der zuletzt aufsteigenden Form wieder einen Rückschlag hinnehmen mussten. Beim FC Schalke 04 müssen die Tübinger am kommenden Sonntag wieder ihr anderes Gesicht zeigen und zurück in die Erfolgsspur finden. »Das war von uns kein gutes Spiel. Unsere Verteidigung war bis auf das erste Viertel eigentlich nicht so schlecht, aber unsere Intensität war heute nicht gut« beurteilte der Trainer die Partie abschließend.     –rw