TÜBINGEN. Für Beobachter und Fans kam diese Nachricht nicht überraschend. Nach der äußerst knappen Heimniederlage gegen Rostock (83:84) zogen die Verantwortlichen der Tigers Tübingen die Reißleine. Aleksandar Nadjfeji ist nicht länger Trainer der Tigers Tübingen. Dies ist das 
Ergebnis einer Aufsichtsrat- und Verwaltungsbeiratssitzung der Vertreter der Gesellschaft. Dazu ProBasket-Geschäftsführer Robert Wintermantel: »Die sportliche Entwicklung und Situation der Mannschaft zwingt uns jetzt zu handeln. Wir haben lange geglaubt und gehofft, dass wir diese schwierige Phase gemeinsam meistern können. Wir danken Nadjfeji für seine unermüdlichen Einsatz für die Tigers, als Trainer wie auch als Spieler. Menschlich ist die Trennung natürlich enorm schmerzhaft. Er war bei uns allen eine hoch geschätzte Persönlichkeit.« Doch dies allein hat am Ende nicht mehr dafür gereicht, den Bundesliga-Absteiger konkurrenzfähig in der Zweiten Bundesliga zu halten. Zu oft hat das Team zwei Gesichter gezeigt, wie auch gegen Rostock. Eine starke Vorstellung in der ersten Halbzeit, im dritten Viertel sind die Tigers nicht mit der Verteidigung der Gäste zurechtgekommen. So endet die Ära von Aleksandar Nadjfeji mit seinem unfreiwilligen Abgang.
Gleichwohl präsentiert der Verein sofort einen Nachfolger, der sich in Tübingen bestens auskennt. Für die letzten zwölf Partien der Hauptrunde wird Georg Kämpf die Kommandos an der Seitenlinie geben. Der 62-Jährige ist in Tübingen kein Unbekannter. In zwei Abschnitten war der Franke bereits drei Spielzeiten Trainer der Schwaben - 1992 und 2004 gelang unter Kämpf jeweils der Aufstieg in das deutsche Basketball-Oberhaus. Aus persönlichen Gründen verließ »Schorsch« die Tübinger jedoch im Sommer 2004. Damals noch im Team war Wintermantel. Unter diesen Umständen ist man über die Jahre immer wieder in Kontakt gestanden. Nun eine erneute und dritte Zusammenarbeit, die vorerst bis zum Ende der Saison gilt. Kämpf hat am späten Sonntagnachmittag bereits die erste Trainingseinheit geleitet.     –tw