REUTLINGEN. Der Reutlinger Tag der Sicherheit soll einmal mehr die Vielseitigkeit und Einsatzbereitschaft der Rettungs- und Hilfsorganisationen unter Beweis stellen. Über 200 ihrer Mitglieder präsentieren am Sonntag, 21. Oktober, spannende Szenarien, viele Infos und ein abwechslungsreiches Mitmachprogramm für die ganze Familie. Mit dabei sind Feuerwehr, Polizei, DRK einschließlich Rettungshundestaffel, DLRG, THW, Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), Malteser Hilfsdienst (MHD) und die Stadtverwaltung. Zwischen 30 000 und 35 000 Besucher werden erwartet. Auch der Reutlinger Einzelhandel freut sich zum verkaufsoffenen Sonntag über viel Publikum. »Der Sicherheitstag ist mittlerweile im 19. Jahr«, berichtet Adrian Röhrle, stellvertretender Kommandant der Reutlinger Feuerwehr. »Es ist eine sehr gute Aktion innerhalb der Stadt Reutlingen, die gerne angenommen wird.« Er verspricht »ein interessantes Programm« an den gewohnten Schauplätzen. Jede Menge Action ist auf dem Marktplatz geboten: Vorführungen der Rettungshundestaffel, der Feuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), des Technischen Hilfswerkes (THW) und der Johanniter zeigen diverse Rettungsszenarien. Bei einer gemeinsamen Übung arbeiten die verschiedenen Jugendgruppen aller Hilfsorganisationen Hand in Hand.

Projekt »fahRT fair«

Ebenfalls auf dem Marktplatz präsentieren die aktiven Feuerwehren ihren Fuhrpark und wollen über ihre Arbeit und das Berufsbild informieren. Weiterhin ist die Stadt Reutlingen mit dem Projekt »fahRT fair« dort zu finden: Schwerpunktthemen sind »Gefahren durch Alkohol und Drogen im Straßenverkehr«. Am Spitalhof stehen die Infostände der Kreisverkehrswacht und der Polizei. Fahrsicherheitstrainings, Bewegungsparcours und Tipps zu den Themen Einbruchsschutz und Betrugsmaschen stehen im Fokus. Auch ein Streifenwagen und ein Polizeimotorrad - das wohl beliebteste Fotomotiv beim Sicherheitstag - sind zu sehen. Am Albtorplatz sind die Johanniter und das Technische Hilfswerk zu finden. Neben einer Fahrzeugschau und vielen Infos zu den Organisationen bekommen Interessierte Tipps zur Ersten-Hilfe: »Wir möchten zeigen, wie einfach in einem Notfall Erste Hilfe geleistet werden kann«, betont Alexander Kraus, Ortsbeauftragter der Johanniter in Reutlingen. Der Rathausbrunnen wird wie in den Jahren zuvor von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft und den Rettungstauchern der Feuerwehr zweckentfremdet: Kinder dürfen Modellschiffe fahren lassen und auch das Hochwasserboot der DLRG wird vor Ort sein.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Innenstadt ist der Bürgerpark bei der Stadthalle. Dort können die Schwindelfeien mit der Feuerwehr-Drehleiter ganz hoch hinaus. »Da finden wir normalerweise kein Ende, weil die Besucher Schlange stehen«, berichtet Röhrle aus den Vorjahren. Auch der DRK-Ortsverein ist dort präsent. »Mach mit - pack an!«, nennt DRK-Sprecherin Miriam Martin das diesjährige Motto. »Wir wollen unsere Arbeit noch transparenter machen, Kinder und Erwachsene dürfen verschiedene Rettungsmittel ausprobieren.« Die Marienkirche, wo die Freiwillige Feuerwehr aus Degerschlacht über Hochwasserschutz informiert, und die Nikolaikirche, wo der Malteser Hilfsdienst Einblicke in seine Arbeit gibt, sind weitere interessante Stationen in der Innenstadt. Die Feuerwehr Reicheneck zeigt beim Braun Möbelcenter in der Markwiesenstraße ihre Einsatzbereitschaft und Ausrüstung. Das Gewerbegebiet Mark West sei ein unverzichtbarer Standort für Aktionen zum Sicherheitstag, betont Röhrle. »Wir haben dort einen sehr unmittelbaren Zugang zur Bevölkerung«. Die Einzelhandelsgeschäfte hätten beim verkaufsoffenen Tag der Sicherheit eine gute Kundenfrequenz zu verzeichnen, berichtet Sebastian Thiel von der Standortmarketing Reutlingen. »Wir sind sehr zufrieden und freuen uns wieder auf eine erfolgreiche Aktion, die über die Jahre gewachsen ist.« Neben der großen Bühne für die Retter dient der Tag der Sicherheit auch als Plattform für die Suche nach Nachwuchskräften. Interessierte können sich bei allen Hilfsorganisationen über mögliche Einsatzgebiete, über Ausbildung und ehrenamtliches Engagement aus erster Hand informieren und gleich Kontakte knüpfen.                                                                                                                                                                             –joba