WÜRTINGEN. Es ist eine schöne Tradition und notwendig, wie die Bauern des Kreises einmal mehr beim Kreisbauerntag in Würtingen erfahren haben. Es ging nämlich nicht nur um schlechte Milchpreise und miese Stimmung, sondern auch um Kommunikation. Darüber referierte als Gastredner Detlev Steinert in der Gemeindehalle und wies den Weg. »Man muss dazu kein großer Redner sein, Kommunikation zeigt sich in vielen Lebenslagen. Man muss alle Kanäle ausnutzen, die einem zur Verfügung stehen«, sagte der Chefredakteur des Agrarmagazins DLZ. »Seien sie offensiv und selbstbewusst.« 
Es ist eine schöne Tradition, die da immer am 2. Februar, an Lichtmess stattfindet – und notwendig. Der Kreisbauernverband lädt seit Jahrzehnten ein und nicht nur Produzenten finden sich ein, auch honorige Amtsträger, hochkarätige Vertreter der Banken, Politiker zeigen ihr Interesse an den Belangen der Landwirtschaft.

Arbeit für Leib und Seele
Gleichwohl sitzen im Auditorium Menschen, die sich mit ihrer täglichen Arbeit um unser Essen und Trinken sorgen, mit Leib und Seele und oft auch mit viel Frust mit dem Schlepper die Felder bearbeiten. Alte wie junge nehmen sich die Zeit am Anfang des Bauernjahres, hören zu, diskutieren, essen gemeinsam zu Mittag. Es gibt Schlachtplatte und Kuchen von den Landfrauen, die wie immer für das leibliche Wohl sorgen. Wohlwollend bemerkte der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Gebhard Aierstock die Anwesenheit des Nachwuchses. »Es ist schön zu sehen, dass die Berufsschule so zahlreich vertreten ist, weil es zeigt, dass der Beruf angenommen wird.« In der Würtinger Gemeindehalle fand sich eine interessante Mischung aus Jung und Alt. Wir haben ein paar Momente festgehalten. Von Menschen, die mit bestem Wissen und Gewissen für unser täglich Brot sorgen.     –diet
 

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