REUTLINGEN. Die Mechanismen greifen auch in der fünften Liga. Nach acht Niederlagen in folge sahen sich die Verantwortlichen des SSV Reutlingen gezwungen, Trainer Teodor Rus zu entlassen. Das Training der 1. Mannschaft übernimmt für die fünf Spiele bis zum Saisonende der bisherige Co-Trainer Volker Grimminger, schreibt der Verein in einer Pressemitteilung vom Montagabend. Für die neue Saison werden die 05er einen neuen Cheftrainer verpflichten.

»Wir danken Teo Rus für seine herausragende Arbeit während der Rückrunde 2017/18 und der Hinrunde 2018/19,« so Vorstand und Aufsichtsrat in einer gemeinsamen Erklärung. Es gehe nicht darum, einen Schuldigen für die aktuell anhaltende Misere zu finden. Sie gingen den Schritt der Freistellung auch nicht gerne, heißt es in der Pressemitteilung, die Verantwortlichen seien aber zur Überzeugung gelangt, dass die jetzige Konstellation für den Weg in die Zukunft, konkret für die neue Saison, nicht die notwendige Perspektive bietet. »Aufgrund dieser gereiften Erkenntnis war es konsequent, die Trennung sofort umzusetzen. Wir wollen, dass die Mannschaft in den letzten Spielen nochmals Vollgas gibt. Die Mannschaft ist in der Verantwortung, sie ist dies den Fans auch schuldig.« Die seit der Negativserie nicht mehr an die Kreuzeiche strömen. Noch 748 Zuschauer sahen den bislang letzten schlechten Auftritt der Nullfünfer. Es geht weiter abwärts, und das ist wortwörtlichen Sinn. Das Heimspiel gegen den SV Göppingen gab der SSV Reutlingen auch aus den Händen – 1:3 hieß es am Ende und die Jungs aus der Stauferstadt freuten sich über einen kraft- und saftlosen Gegner.

Samstag gegen Gmünd

Vor allem in der ersten halben Stunde bekam das Team von Teodor Rus keinen Fuß auf den Boden. Logische Konsequenz daraus: der erste Gegentreffer und die Herausnahme von Luca Wöhrle schon in der 33. Minute. Weil er einfach schlecht war, so der Trainer. Er hätte aber auch noch andere vom Feld holen können. So verspielte der SSV in den vergangenen acht Partien nicht nur den Platz an der Sonne, sondern auch sehr viel Kredit bei den Fans. Nur 748 hatten den Weg an die Kreuzeiche gefunden. Wie viele dann wohl am Samstag, 4. Mai kommen? Zumindest Normannia Gmünd fährt in die Achalmstadt und möchte auch gern ein paar Punkte mitnehmen. Sie haben es nötig. Stehen mit 17 Zählern auf dem vorletzten Rang. Der SSV ist Neunter. Anpfiff ist um 14 Uhr.                                                                                                                                                         –diet