»Manches was so leicht im Juxe und beim Wein dahergesagt, wenig später Geist und Körper plagt.« So könnte man ein Erlebnis von drei Feuerwehrleuten aus Trochtelfingen beschreiben, – das, wir übertreiben jetzt nicht – jeder für sich noch seinen Enkel erzählen wird. Und dafür noch in vielen Jahren Applaus und Anerkennung erhält. Daniel Klump, Dirk Mauser und Armin Ruoff sind alles drei begeisterte Helfer bei der Wehr in Trochtelfingen. Dort gehört wie überall auch eine Weihnachtsfeier dazu und wenn man so gemütlich beieinandersitzt, da schlagen die Gedanken auch mal Salti. Es ging zu späterer Stunde, so berichtet Armin Ruoff, um Atemschutz, und dass man damit laufen kann, und so kam das eine zum Anderen und kurze Zeit später standen sie alle Drei ernüchtert im Wald mit Trainingsklamotten und einem zehn Kilogramm schweren Rucksack. Ihr Ziel: Teilnahme beim letzten Rennen des Winterlauf-Cups in Trochtelfingen. »Da mussten wir uns ja langsam an die Belastung hintasten«, so Ruoff. Also trainierten sie fleißig und auch manchmal mit weniger Lust. Durchkommen hieß ihr Motto, was bei der fünf Kilometerstrecke sich leichter anhört als es ist. Da sind giftige Steigungen drin, sagt Daniel Klumpp, dem schon bei der Erinnerung immer noch der Schweiß auf der Stirn perlt. Die Drei haben es also beim Abschlusslauf in Trochtelfingen tatsächlich getan.»Ich hab nicht schlecht gestaunt, als ich noch drei Feuerwehrleute in voller Montur am Start gesehen hab«, sagt Organisator Matthias Klumpp. Nach Wochen des beschwerlichen Trainings standen sie voll aufgerödelt am Alb-Gold-Kundencenter und stellten sich geistig und seelisch auf einen langen Kampf ein. Das war es dann auch. »Ich hatte ein bissle Bammel, dass ich es nicht packe,« sagte ganz ehrlich Daniel Klumpp, vor allem weil es am Wettkampftag sehr warm war. Schließlich hatten sie ja die volle Montur an, die »uns Feuerwehrleute vor Hitze schützen soll und auch vor Wasser. Was nichts hineinlässt, lässt auch nichts hinaus«, so Ruoff. 15 Kilogramm wiegt die Kluft, und jedes Gramm spürten sie nach wenigen Metern. Also los, nicht zu schnell und nicht zu langsam, wenn einer halten muss, dann halten wir alle. Das Motto der Musketiere leben sie aber nicht nur für die Dreiviertelstunde, die Kameraden sind vorbildlich in Sachen Kameradschaft und setzten mit ihrem Lauf ein Zeichen. Der zugegebenermaßen viele Körner gekostet hat. »Ich war dann auch echt froh, dass es rum war«, sagt Ruoff. Vor allem den Zieleinlauf haben sie genossen. Die letzten 500 Meter begleiteten die drei nämlich Kinder, »da hatten wir alle Gänsehaut«, so Klumpp. Ob sie es wieder machen, das können sie nicht sagen. »Ich werde jetzt nicht sagen, dass ich es auf keinen Fall mehr mache. Wer weiß, was uns alles sonst noch einfällt«, so Klumpp. Aber dass es doch so Wogen geschlagen hat, dass sie so oft auf die Schulter geklopft wurden, dass sie so viel Anerkennung erhalten haben für so eine verrückte Idee, das macht die Drei doch schon ein bisschen Stolz. Denn schließlich haben wir ja auch was für den Ruf der Feuerwehr getan. Und nicht nur das: auch für sich selber
»Manches was so leicht im Juxe und beim Wein beschlossen, wenig später wird mit Ruhm begossen.«