SONNENBÜHL-UNDINGEN. »Bei schönem Wetter kann jeder kicken«, so die einleitenden Worte von Karl-Heinz Walter, Vorsitzender des Sportkreis Reutlingen bei der Einweihungsfeier für den neuen Sonnenbühler Kunstrasenplatz in Undingen. Nach einem halben Jahr der Planung und darauffolgendem Spatenstich am 19. Mai war es an dem Samstag vor Weihnachten so weit. Bei bestem Fritz-Walter-Wetter wollten sich zahlreiche Gäste selber ein Bild von der Qualität des neuen Grüns machen. Richtig bespielbar war allerdings noch nicht. Um ihn richtig fit für die hohe Ballkunst zu machen, muss noch reichlich Quarzsand und Granulat aufgefüllt werden. Wann das passiert, ist allein von der Witterung abhängig. 

Gemeinsam geschafft
»Wir haben in kurzer Zeit so ein großes Projekt zustande gebracht«, freute sich Manuel Hailfinger über die sichtlich gelungene Zusammenarbeit aller Sonnnenbühler Sportvereine.
Denn der Bau der neuen Spielstätte neben dem Burgstadion ist ein Gemeinschaftsprojekt
der fünf Sonnenbühler Vereine, TSV Genkingen, FC Sonnenbühl, SV Erpfingen, TSV Undingen und SSV Willmandingen.
Großen Verdienst an diesem Zusammenschluss hatte der leider verstorbene Sportkamerad und technische Vorstand des TSV Undingen, Uwe Bächle. »Ohne Uwe würde es diesen Platz nicht geben, so ein sichtlich gerührter Manuel Hailfinger, »Er war die treibende Kraft.«

Viele helfende Hände
Die Einigkeit der Vereine zeigte sich unter anderem darin, dass mehr als 150 ehrenamtliche Helfer an über 25 Wochenenden an dem neuen Platz arbeiteten. Besonders freute sich Martin Vöhringer darüber, dass auch die »Jugend« kräftig mit anpackte. Auch angetan war das Vorstandsmitglied des TSV Undingen über die Unterstützung der Bevölkerung, die sich häufig in Form von kleinen vorbeigebrachten Verzehr-Geschenken für die Helfer ausdrückte.

»Ein Glanzstück«
Eigentlich wäre man gerne Ende Oktober mit allem fertig gewesen. Doch gab es witterungsbedingt einige Verzögerungen. Auch die Gesamtkosten von über einer halben Million Euro übersteigen die ursprünglich geplanten
450 000 Euro. Das liegt allerdings vor allem daran, dass in den alten Berechnungen die neue LED-Flutlichtanlage noch nicht eingeplant war. Und trotz der Begeisterung über die leistungsstarke und stromsparende Lichtflut würden sich wohl alle den abschließenden Worten von Karl-Heinz Walter anschließen – »Selbst ohne die Beleuchtung wäre dieser Platz ein Glanzstück.«    –boe