REUTLINGEN. Er war bislang nicht vom Glück verfolgt. Heiner Längst fiel in den vergangenen Jahren vor allem durch Berichte über seinen Gesundheitszustand auf, weniger mit seiner Leistung als Skirennläufer. Zwei Rücken- und zwei Knieoperationen musste der 23-Jährige bislang über sich ergehen lassen, mehr als mancher in einem ganzen Leben. Doch seine Hartnäckigkeit und der Trainingsfleiß des besten Reutlinger Skirennläufers zahlt sich langsam aus. In dieser Saison ließ er in Super-G-Rennen der Europacupserie aufhorchen, mit den Plätzen 32 und 36 rauschte er nur knapp an den Punkterängen vorbei. Das gelang dem B-Kadermitglied der deutschen Nationalmannschaft aber im französischen Meribel. Dort fuhr Heiner Längst im zweiten Abfahrtslauf auf Rang 24 und wurde mit sieben Zählern belohnt. Pures Glück erfuhr der Rennläufer. »Dieses Gefühl nehme ich nun mit in die nächsten Rennen«, sagt er. In Hinterstoder erreichte er am Wochenende in den beiden Abfahrtsläufen Rang 53 und 39, im Super-G 44. Am Wochenende startet Längst im Südtiroler Sarntal bei der FiS-Speedwoche zwei Mal in der Abfahrt und im Super-G.     –diet