REGION. Alle Jahre wieder freuen sich die Bürgerinnen und Bürger auf die stimmungsvollen Weihnachtsmärkte – aber auch Kriminelle stimmen sich wieder auf arbeitsreiche und damit gewinnbringende Wochen ein. Während den Besucherinnen und Besuchern das oft festzustellende Gedränge in der Menge nicht unbedingt gefällt, kann es den Dieben gar nicht eng genug zugehen. Dort wo die Menschen dicht an dicht stehen, ist ihr bevorzugtes »Einsatzgebiet«. 

Locker in die Gesäßtasche gesteckte Portemonnaies oder Smartphones, halboffene Handtaschen oder sogar offene Körbe sind eine Einladung, die Diebe nicht ausschlagen. Da der Verlust der Wertsachen meist erst später bemerkt wird, laufen Fahndungsmaßnahmen oft ins Leere und die Fälle bleiben ungeklärt. Taschendiebe treten oft im Team auf. Während der eine ablenkt, »zieht« der andere die Geldbörse oder Brieftasche, ein dritter Täter übernimmt die Beute. Häufig angewandte Tricks zur Ablenkung der Opfer sind Fragen nach dem Weg oder die Bitte um Unterschriften auf irgendwelchen Spendenlisten. Vorsicht ist auch geboten, wenn Personen jemanden scheinbar versehentlich anrempeln oder gar mit Senf beschmutzen. All das dient oft nur dazu, mit dem Opfer in möglichst engen, körperlichen Kontakt zu kommen.

Die Polizei ist auch in diesem Jahr auf den Weihnachtsmärkten, insbesondere natürlich auf den Märkten mit hohem Besucheraufkommen, wieder verstärkt mit uniformierten und zivilen Kräften präsent. Wer verdächtige Beobachtungen gemacht sollte sich nicht scheuen die auf den Märkten eingesetzten Polizeikräften, dem örtlichen Polizeirevier oder in dringenden Fällen über Notruf 110 zu melden. Dies gilt nicht nur für Taschendiebstähle, sondern auch für Situationen, die anderweitig bedrohlich erscheinen oder im Zusammenhang mit terroristischen Aktivitäten oder Straftätern stehen könnten, die aus anderen Gründen eventuell Böses im Schilde führen.

Die Polizei analysiert ständig gemeinsam mit den relevanten Sicherheitsbehörden die Sicherheitslage auch im Hinblick auf mögliche terroristische Straftaten. Momentan liegen weder Hinweise auf eine aktuelle Bedrohung, noch Erkenntnisse zu konkreten Gefährdungen von Objekten oder Veranstaltungen im hiesigen Zuständigkeitsbereich vor.  Dennoch liegt die Aufmerksamkeit der auf Weihnachtsmärkten und anderen Großveranstaltungen eingesetzten Beamtinnen und Beamten wie in den vergangenen Jahren ganz besonders auch auf diesen Szenarien. 
 

Es gilt der Grundsatz: Augen auf und Taschen zu!

• Handtaschen sollten immer geschlossen sein und mit der Verschlussseite zum Körper getragen werden.
• Geld, Scheckkarten, Smartphone und andere Wertsachen in verschlossenen Innentaschen der Kleidung, in Gürteltaschen oder Brustbeutel nah am Körper tragen.
• Geldbörsen gehören nicht in die Hosentasche.
• Nur soviel Geld wie nötig mitnehmen.
• Im Gedränge oder in einer Menschenansammlung besonders aufmerksam sein. Besondere Vorsicht ist angesagt, wenn man von Fremden angesprochen oder angerempelt wird.
• Beim Bezahlen mit Ihrer EC- oder Kreditkarte, dass niemand die Geheimzahl ausspähen kann. Wer selbst Opfer eines Diebstahls geworden ist, sollte sämtliche Karten sofort sperren lassen (zentrale Sperr-Notfallnummer 116 116) und den Vorfall unverzüglich der Polizei melden.