HOHENSTEIN-OBERSTETTEN. Volles Programm am Wochenende: Freitagabend gaben sich rund 500 geladene Gäste zur feierlichen Eröffnung der neuen Flying Space- und Deckenteil-Produktionshalle bei Schwörer die Klinke in die Hand. Tags darauf am selben Ort waren es 1 500 Mitarbeiter. Und am Sonntag pilgerten über 10 000 Menschen Richtung Oberstetten. Die hatten echt Glück mit dem Wetter, denn trotz schauriger Vorhersagen hielten sich Schnee und Regen eher bedeckt. Vielleicht hatte der Wettergott doch ein Einsehen. Vielleicht lag es aber auch am himmlischen Beistand der am Freitagabend in Gestalt von Weihbischof Thomas Maria Renz und Pfarrerkollegen Wolfgang Jäger erschienen war. Die beiden segneten die neue Halle, die im Vorfeld für viel Gesprächsstoff sorgte – nicht nur auf der Alb.

Unter den zahlreichen geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft war auch Prof. Dr. Wolfgang Reinhart. Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag, der auf dem Weg zum Landesparteitag war, nannte Schwörer die »Perle unseres baden-württembergischen Mittelstandes«. »Zukunft kann man bauen« hat einmal Antoine de Saint-Exupéry gesagt. Dieser Ausspruch treffe voll und ganz auf das Unternehmen zu. »Wir fühlen uns mit ihnen sehr verbunden«. 40 000 Mal hat das Unternehmen Menschen schon ein zuhause gegeben. Und mit dem neuen Flying Space geht’s einen weiteren Schritt in Richtung Zukunft. Denn Wohnraum ist knapp, die Ressourcen fürs Bauland ebenfalls – da können die Minihäuser eine Lücke schließen. Auf die Frage, wo er denn mit all den Häusern hin wolle, antwortete Johannes Schwörer: »Auf die Dächer der Städte«. Bislang wurden 81 Minihäuser hergestellt – die Nachfrage sei groß. Deshalb auch die hohe Investitionssumme von 11 Millionen Euro – genau so viel kostet in die 5 600 Quadratmeter große Halle. 

»Der Mut zu neuen Lösungen wird sich immer auszahlen«, so der Firmenchef. Der 51-Jährige machte keinen Hehl daraus, wie dankbar er für das Erbe seiner Vorfahren ist. In seiner sehr emotionalen Rede ging er auf die Unternehmensgründung 1950 ein. Hans Schwörer, sein Onkel, machte sich damals auch Gedanken über Parkhäuser, EDV-Systeme und Modulbau. Doch die Statiker gaben Letzterem keine Chance und so verschwand alles wieder in der Schublade. Erst 2011 wurde aus der Idee ein Geschäftsmodell. Total überzeugt vom Unternehmen sind auch Thore Schölermann und Jana Kilka. Der Voice of Germany-Moderator und seine Verlobte die »Verbotene Liebe«-Schauspielerin sind zwei Jahre lang Markenbotschafter fürs Unternehmen. Kein Flying Space sondern ein Architektenhaus haben die beiden bei Schwörer erworben. Dem Bau können die vielbeschäftigen Medienleute ganz entspannt zusehen.                                                                                                                                                                              –pi