PFULLINGEN/BEBENHAUSEN. Mit nur einem Titelträger und nur mit sieben Spielern trat der SV Reutlingen in der Schlussrunde der Schach-Verbandsliga gegen die 1. Mannschaft der Schachfreunde Pfullingen an. Der Sieg der Pfullinger im Nachbarschaftsderby fiel mit 5,5 : 2,5 entsprechend deutlich aus und bedeutete für die Gäste den Abstieg und für die Echaztäler den Vizemeistertitel, da völlig überraschend Langenau gegen das hoch favorisierte Ebersbach gewinnen konnte. Aufsteiger ist nun die zweite Mannschaft aus Deizisau, die sicherlich mit vielen Titelträgern, deutlich verstärkt, auch in der Oberliga ein gewichtiges Wort mitreden wird. Bernd Einwiller brachte die Pfullinger Farben an Brett 2 kampflos in Führung. Uwe Bräuner (Brett 8) setzte seinen Gegner früh unter Druck und sorgte mit einem starken Königsangriff schnell für das beruhigende 2:0. Cornel Güss (Brett 3) erhöhte in einer hoch taktischen Stellung mit einer präzisen Angriffsführung auf 3 : 0.
Dieter Einwiller (Brett 5) und Marcin Banaszek (Brett 6) einigten sich ihren Gegnern auf Remis. Reutlingen konnte auf 4:2 verkürzen. Thomas Nägele (Brett 4) geriet unter Druck und konnte die Stellung nicht mehr halten. Für die Entscheidung sorgte Michael Nagelsdiek (Brett 7) der mit seiner Dame in die gegnerische Königsstellung eindringen und den Angriff erfolgreich zu Ende führen konnte. Erneut eine tolle Partie spielte Pfullingens Spitzenspieler Martin Altenhof (Brett 1). Das Remis gegen Großmeister Ninov war in einer hochklassigen Partie ein gerechtes Ergebnis.
Eine starke Saison mit 6,5 Punkten spielte Michael Nagelsdiek. Bravourös der Score von Martin Altenhof an Brett 1 mit 6 Punkten und Bernd Einwiller an Brett 2 zeigte mit 5,5 Punkten eine bemerkenswerte Leistung.

SK Bebenhausen
In der zentralen Schlussrunde der Oberliga Württemberg erspielte sich der Schachklub Bebenhausen ein 4:4-Unentschieden gegen den Heilbronner Schachverein. Auch in der kommenden Saison spielen die Goldersbachtäler in der höchsten Liga Württembergs. Mit dem Ende der Oberliga-Saison steigen Stuttgart-Wolfbusch und Ulm in die Verbandsligen ab, während Jedesheim als Aufsteiger im nächsten Jahr in der 2. Bundesliga antritt. Bebenhausen landet mit 8 von 18 möglichen Mannschaftspunkten in der Endtabelle auf dem achten Platz und wird in der Oberliga Württemberg verbleiben. In der nächsten Saison spielen in der Oberliga Württemberg außerdem Böblingen als Absteiger aus der 2. Bundesliga sowie Sontheim und Deizisau als Aufsteiger aus den Verbandsligen.

Die Topscorer in der Bebenhäuser Mannschaft sind Rudolf Bräuning mit 6 Punkten aus 9 Partien sowie Jürgen Roth und Farhad Khadempour mit 5,5 Punkten aus 8 bzw. 9 Partien. Topscorer der gesamten Oberliga ist Großmeister Vojtech Plat mit 8 Punkten aus 8 Partien. –rw