Bald ist es soweit: Fawzi Haimor tritt sein Amt als Chefdirigent der Württembergischen Philharmonie Reutlingen (WPR) an. Der 1983 in Chicago geborene Dirigent mit Wurzeln im Nahen Osten und den Philippinen ist mit seiner Vielseitigkeit und Offenheit prädestiniert, dem weltoffenen Reutlinger Orchester künstlerisch vorzustehen.
Zum Saisonstart seiner Auftakt-Spielzeit kann man Fawzi Haimor gleich bei freiem Eintritt in einem von Anette Sidhu-Ingenhoff moderierten und vom SWR mitgeschnittenen »Spielzeit-Auftakt« (17.9., 11 Uhr) mit Ausschnitten aus dem 1. Sinfoniekonzert (18.9.) in der Stadthalle Reutlingen erleben.

Das Eröffnungskonzert selbst, am 18. 9. um 20 Uhr, zieren neben der 4. Sinfonie von Peter Tschaikowski natürlich zwei Werke aus seiner Heimat: Vom Nestor der amerikanischen Sinfonik, Aaron Copland, wird die Suite aus Appalachian Springs zu hören sein, John Adams’ in Reutlingen bislang unbekannte, von einer rasanten Sportwagenspritztour inspirierte Orchesterfanfare Short Ride in a Fast Machine symbolisiert hingegen die dynamische, vorwärts gerichtete Einstellung des jungen Chefdirigenten. Auch in der Kaleidoskop-Reihe setzt Fawzi Haimor gleich Duftmarken: Für das Programm Bravo Broadway mit einem Best-of von Musical-Hits lässt er zwei Solisten vom Broadway einfliegen, und im Oktober erklingt unter seiner Leitung Musik, die für Videospiele komponiert und auf diese Wese weltberühmt wurde.

Auch sonst wird Hochkarätiges geboten: Der Pianist Joseph Moog wird mit virtuosen Werken von Franz Liszt in einem Programm zu hören sein (November 2017) und der Weltklassegeiger Frank Peter Zimmermann bringt zwei Werke von Schumann und Hindemith zu Gehör (Januar 2018). Die Gewinnerin des Chopin-Klavierwettbewerbs in Warschau 2010, Yulianna Avdeeva, wird im März 2018 mit Rachmaninows 3. Klavierkonzert zu hören sein.


Der bühnencharismatische Posaunenvirtuose Christian Lindberg ist im April 2018 als Solist zu erleben und die junge Geigerin Tianwa Yang präsentiert im Juni das Violinkonzert e-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy. Im selben Konzert erwartet das Publikum ein Novum: Schüler/innen des Isolde-Kurz-Gymnasiums, mit dem die WPR nun eine Patenschaft eingeht, werden Claude Debussys »La mer« visualisieren und erhalten dabei Unterstützung durch das renommierte, für Architekturprojektionen und Arbeiten mit plastischem Licht preisgekrönte Tübinger Künstlerteam »Casa magica«. Nicht zuletzt kommt für das Neujahrskonzert 2018 das aus der Region stammende Klavierduo Andreas Grau/Götz Schumacher auf Heimatbesuch.    


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