ROTTENBURG. Ende vergangenen Jahres hat die Stadt Rottenburg am Neckar fristgerecht ihre Bewerbung um eine Landesgartenschau beim Ministerium für den ländlichen Raum und Verbraucherschutz eingereicht. Auf 75 Seiten stellt die Broschüre im quadratischen Format dar, wie das Konzept aussehen könnte: drei Kernbereiche, sieben Rahmenprojekte, Ideen zur Verkehrsinfrastruktur, Veranstaltungsorte und Gastronomiekonzept gehören dazu. Natürlich ist der Neckar ein zentrales Element, allerdings ganz anders als in den vorherigen Bewerbungen der Stadt um eine Gartenschau. Denn diesmal erstreckt sich das Konzept nicht am Fluss und seinen Ufern entlang, sondern in einer Querachse zum Neckar und verbindet das Weggental mit der Altstadt und dem Schadenweiler. Die Themen »Forst« und »Glaube« spielen dabei eine wesentliche Rolle. Und so wäre das Jahr 2028 ein gutes Jahr, um zusammen mit einer Landesgartenschau das bis dahin 200-Jährige Bestehen der Diözese Rottenburg-Stuttgart zu feiern. Rottenburg ist aber grundsätzlich auch offen für ein anderes Jahr, also 2026 oder 2030.

Welche Ideen in dem Konzept stecken, das die Stadt mit einer Projektgruppe bestehend aus einem Planungsbüro sowie dem Oberbürgermeister, den Bürgermeistern, Stadtplanungsamt, WTG und Amt für Öffentlichkeitsarbeit & Bürgerengagement entwickelt hat, kann jeder nachlesen. Die Bewerbungsbroschüre unter der Überschrift »Ich glaube, hier blüht uns was!« mit zahlreichen Plänen, Bildern und Texten steht zum Download auf der städtischen Homepage, www.rottenburg.de bereit; auch über die Kurz-URL rottenburg.de/landesgartenschaubewerbung. Über einen Button gleich auf der Startseite der Homepage gelangt man zu allen bisherigen und künftigen Veröffentlichungen rund um die Landesgartenschau-Bewerbung. Eine stilisierte Visitenkarte »Bewerbung Landesgartenschau Rottenburg am Neckar« weist den Weg durch die Unterlagen. Dabei steht das gelbe Quadrat für die Beteiligung der Diözese, der rote Punkt für die Stadt Rottenburg und das grüne Dreieck für die Beteiligung der Forsthochschule. Alle drei Partner sind sich sicher, dass eine Landesgartenschau der Stadt enorme Vorteile bringt.

Und was sich die Bürgerinnen und Bürger von einer Landesgartenschau erhoffen, können sie selbst mitteilen. Im Rathausfoyer und bei der WTG liegen Postkarten mit dem Gesicht der Bewerbung »Ich glaube, hier blüht uns was!« aus. Hier kann jeder die Frage »Warum freuen Sie sich auf eine Landesgartenschau in Rottenburg?« beantworten und mit dem Abgeben oder Einsenden der Karte die Stadt bei der Bewerbung unterstützen. In den Rottenburger Mitteilungen werden in den nächsten Wochen regelmäßig Auszüge aus den Statements, die auch schon von zahlreichen prominenten Unterstützern im Vorfeld der Bewerbung eingereicht wurden, veröffentlicht.

Im Frühjahr bereist eine Fachkommission alle 14 Bewerberstädte, die Entscheidung fällt endgültig der Ministerrat. Neben Rottenburg wünschen sich Bad Mergentheim, Ellwangen, Ludwigsburg, Rottweil, Schramberg, Tuttlingen und Ulm eine Landesgartenschau. Um eine (kleinere) Gartenschau haben sich Altensteig, Bad Urach, Engen und Gaildorf beworben. Vaihingen an der Enz hat die Entscheidung für eine Gartenschau oder Landesgartenschau offen gelassen.    –tw