ROTTENBURG. Ökologie und Umweltschutz standen beim 28. Warentauschtag in der Rottenburger Festhalle an erster Stelle. Jeder, der wollte, konnte alte, aber noch gebrauchsfähige Haushaltsartikel, Elektrogegenstände, Spiele oder Kleider sowie Bücher und Schallplatten vorbeibringen. Zumeist fand sich sofort auch ein Interessent für die angelieferten Waren, die ansonsten wahrscheinlich auf dem Müll gelandet wären. Schuhe und Skier jedoch durften nicht mitgebracht werden, für alles andere war das ausschlaggebende Kriterium, dass die Sachen noch gebrauchsfähig sein mussten. Wer sich nun entschlossen hatte, etwas zum Warentauschtag vorbeizubringen, der musste nichts anderes mitnehmen. Auch all jene, die kamen, um in den Warenbergen zu stöbern, brauchten nichts anliefern. So war jedem geholfen – und einige hundert Besucher kamen, um etwa von dem zu Beginn reichhaltigen Angebot mitzunehmen. Mit der Dauer des Warentauschtages lichtete sich das Angebot, doch am Samstagvormittag riss die Kette der Anlieferungen nicht so schnell ab wie sonst.
Dies war sicherlich dem superschönen Frühlingswetter zu verdanken. Hannah Wagner von der Stabsstelle für Umweltschutz der Stadt Rottenburg betonte, dass der Rest vom Rest wohl einen Müllcontainer füllen werde. »Alles andere nehmen die Leute mit«, freute sie sich. Die übriggebliebenen Bücher wurden von altpapiersammelnden Vereinen weggebracht.
Als Veranstalter des Warentauschtages waren neben der organisierenden und federführenden Stadt Rottenburg auch die Kolpingsfamilie mit im Boot sowie der Naturschutzbund, das Bündnis 90/Die Grünen, der Weltladen sowie Schüler der Hohenbergschule und des Paul-Klee-Gymnasiums sowie Einzelpersonen. Der Abfallbetrieb des Landratsamtes Tübingen unterstützte die Aktion. All jene, die ein Schnäppchen ergattern konnten, wurden um eine Spende für ein soziales Projekt gebeten. Dies war heuer die Palliativpflege Rottenburg. Viele der anliefernden Personen arbeiteten wohl nach dem Motto: »Alles muss raus« - es gab fast nichts, was man am Warentauschtag nicht finden konnte.
Etwa alte Ordner, Faltmappen, Vasen, Teller, Löffel oder Spiele für die ganze Familie. Sogar Klassikplatten fanden sich, ebenso tolle Bücher oder auch Bildbände. Für große Gegenstände wie Kinderwagen, Waschmaschinen, Kühlschränke, Möbel oder Matratzen gab es auch in diesem Jahr wieder eine Pinnwand, an der sich schon nach wenigen Minuten einige Angebotszettel befanden. Jeder Interessierte hatte Zugang zum Warentauschtag, doch wurden die Sachen nicht an gewerbliche Händler abgegeben.     –aba