ROTTENBURG. Nurmehr rund 100 Bürger in Deutschland wurden bislang mit der Willy-Brandt-Medaille ausgezeichnet. Nun erhielt die 73-jährige Ursel Sieber die seltene Auszeichnung für ihr Engagement im Gemeinderat, im Weltladen und für die Fairtradestadt Rottenburg. Die Willy-Brandt Medaille ist aus purem Silber und ist die höchste Auszeichnung, die die SPD vergibt. Man möchte damit besonders verdiente Mitglieder ehren. Vergeben wird die Willy-Brandt-Medaille seit 1996.

Politik der kleinen Schritte
Martin Rosemann ehrte Ursel Sieber im Rahmen des SPD-Neujahrsempfangs in der Rottenburger Zehntscheuer. Sie habe sich auf die Politik der kleinen Schritte eingelassen, »ganz im Sinne von Willy Brandt«, so der Bundestagsabgeordnete. Über 36 Jahre war Ursel Sieber Mitglied des Rottenburger Gemeinderates. Hier war sie auch Stellvertreterin des Oberbürgermeisters. Zudem ist die 73-Jährige Gründungsmitglied des Rottenburger Weltladens und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes. Auch engagiert sie sich nach wie vor für die Fairtradestadt Rottenburg und ist Initiatorin der Auszeichnung »Fairtradestadt«. Martin Rosemann betonte, dass Ursel Sieber einen sehr klaren Grundwertekompass habe. Auch habe sie bei ihrem Engagement immer einen langen Atem.      –aba