ROTTENBURG. Andreas Lanio heißt der neue Wirtschaftsförderer der Stadt Rottenburg, und er hat sich viel vorgenommen. Pünktlich zum Start der heißen Phase des Bürgerentscheids zum Gewerbegebiet »Herdweg« trat Andreas Lanio seine Stelle als neuer Wirtschaftsförderer an. Lanios Stelle wurde im Rahmen der neuen Gewerbestrategie für Rottenburg geschaffen – am 21. August hat der 36-Jährige seine Arbeit aufgenommen. Künftig wird er aktiv die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Rottenburg mitgestalten. Ziel der Schaffung der neuen Stelle des Wirtschaftsförderers ist es laut Bürgermeister Hendrik Bednarz, den Wirtschaftsstandort Rottenbnurg künftig noch mehr zu stärken.

Finanzderzernat unterstellt
Andreas Lanios Stelle ist dem Finanzdezernat von Bürgermeister Bednarz unterstellt. Bednarz umreißt das Aufgabenfeld Lanios folgendermaßen: »Wir wollen seitens der Staqdt eine Schnittstelle zwischen der Verwaltung, örtlichen Unternehmen und Firmen und Bürgern einrichten.« Geplant ist ein Gründerzentrum, welches Existenzgründern und jungen Unternehmern in der Startphase unter die Arme greifen und diese unterstützen soll. Dieses Gründerzentrum wird sowohl virtuell anhand einer Internetseite agieren, doch könne es durchaus möglich sein, dass das Gründerzentrum auch räumlich verortet wird. Eine weitere Aufgabe des neuen Wirtschaftsförderers ist die Unterstützung der Stadt bei der Durchführung des Bürgerentscheids.
Ein erster Schritt hierzu ist eine Plakataktion, zudem soll es eine Infobroschüre geben. Lanio und auch Bednarz sprachen sich im Gespräch mit unserer Zeitung klar für ein Gewerbegebiet »Herdweg« aus. Die Äneshalde sei nicht machbar, man fokussiere sich nun auf das kernstadtnahe Gewerbegebiet »Herdweg«. Andreas Lanio kommt ursprünglich aus Heilbronn und ist studierter Diplom-Verwaltungswirt. In seinem Masterstudium spezialisierte er sich auf Raumplanung und Regionalwirtschaft. Neben verschiedenen politischen Tätigkeiten, etwa als Geschäftsführer der baden-württembergischen »Jusos« arbeitete er als Sachbearbeiter für Gewerberecht beim Regierungspräsidium Südhessen in Darmstadt. Lanio sagt, dass er die Stadt Rottenburg wirtschaftlich »weiter nach vorn bringen« will. Hierzu gehöre zum einen die Ausarbeitung und Umsetzung der Gewerbestrategie, zum anderen die Kooperation etwa mit dem Handels- und Gewerbeverein und den ortsansässigen Unternehmen. Rottenburg erachtet Lanio von der Größe her als ideal. »Nicht zu klein, so dass man scheitern muss, aber auch nicht zu groß.« Einbringen möchte er all sein Engagement und viele, viele neue Ideen.     –aba