Es war eine heikle Situation: In den frühen Morgenstunden am Sonntag, 29. Dezember kam es in der Reutlinger Altstadt zu einem Brand eines Kleintransporters, der sehr schnell auf ein Wohn- und Geschäftsgebäude in der Mauerstraße übergegriffen hat. Personen wurden nicht verletzt. Das Kriminalkommissariat Reutlingen ermittelt  wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung und sucht  Zeugen. 
Um 5.05 Uhr wurde das Führungs- und Lagezentrum der Polizei über einen Brand in der Mauerstraße in der östlichen Altstadt informiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte um 5.12 Uhr brannte ein Kleintransporter, der nur wenige Zentimeter vom Gebäude entfernt stand, in voller Ausdehnung. 
Das Feuer hatte bereits über mehrere Fenster auf das Erdgeschoss, in dem eine Werkstatt für Maler- und Polsterarbeiten untergebracht war, übergegriffen. Ebenso hatte sich der Brand durch geplatzte Scheiben auf das 1. Obergeschoss, in dem sich Lagerräume und eine Wohnung befanden, ausgedehnt. Zwei Personen hatten zu diesem Zeitpunkt das Gebäude unverletzt verlassen. Unklar war, ob sich ein weiterer Bewohner im 2. Obergeschoss des Gebäudes aufhielt. Suchtrupps stellten mit einer Wärmebildkamera schnell fest, dass sich keine weitere Person mehr im Gebäude aufhielt. Gegen 5.30 Uhr hatte die Feuerwehr den Brand soweit unter Kontrolle, dass er sich nicht mehr weiter ausdehnen konnte. Die Nachlöscharbeiten dauerten  bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags an. Das Gebäude ist derzeit nicht mehr bewohnbar. Die Feuerwehr organisierte für die Stadt die Unterbringung der obdachlos gewordenen Bewohner. Der Sachschaden beläuft sich  vorläufigen Schätzungen zufolge auf mindestens 200 000 Euro. Den bisherigen Ermittlungen zufolge ist eine technische Ursache für die Brandentstehung an dem geparkten Fahrzeug auszuschließen. Es ergaben sich aber Hinweise auf mindestens zwei, vermutlich jugendliche Personen, die sich zwischen vier Uhr und fünf Uhr im Bereich des Brandorts aufgehalten und laut umhergeschrien haben sollen. Ob diese Personen auch für das Abbrennen der von Zeugen gehörten Feuerwerkskörper verantwortlich sind und ob der Brand damit in Verbindung steht, ist Gegenstand der andauernden Ermittlungen. 
Zeugen, die der Polizei noch nicht bekannt sind und die Hinweise auf die genannten Personen geben können, werden gebeten, sich unter Telefon 0 71 21/
9 42 33 33 zu melden.            -rw