REUTLINGEN. »Spenden statt schenken« so lautete auch vergangenes Jahr das Motto des Reutlinger Maschinenbauers. Bei der Auswahl des jährlichen Spendenprojekts legt das Unternehmen besonderen Wert auf Regionalität – somit fiel die Wahl dieses Jahr auf die Lebenshilfe Reutlingen.
Von der Belegschaft fleißig gesammelt, wurde der Betrag anschließend vom Unternehmen auf stolze 2 250 Euro aufgestockt.
Geschäftsführer Olaf Furtmeier besuchte Anfang Januar das Kaffeehäusle in Reutlingen – das von der Lebenshilfe Reutlingen betrieben wird und für Menschen mit Behinderung einen Arbeitsplatz schafft – und überzeugte sich selbst vom Wirken des Vereins.
»Das ganze Team von Burkhardt+Weber freut sich, dass wir mit dem gespendeten Geld das Kaffeehäusle und die anderen Projekte der Lebenshilfe, wie die Feder (Familienunterstützender Dienst) und das Freizeit- und Bildungsangebot BAFF, unterstützen können. Das Motto der Lebenshilfe ’Es ist normal anders zu sein’, das spürbar gelebt wird, beeindruckt uns dabei ganz besonders.«
Olaf Furtmeier ist sich fast sicher, dass er nicht der letzte BW´ler sein wird, der das Kaffeehäusle besucht. Dem Feedback seiner Mitarbeiter zu urteilen, wird der ein oder andere Mitarbeiter zukünftig in dem Café mit der gemütlichen Atmosphäre zu finden sein – und der ausgezeichneten betriebseigenen Kantine vielleicht ab und zu untreu werden.
Im Gespräch mit Rosemarie Henes, die für den Bereich der Offenen Behindertenarbeit verantwortlich ist, wird deutlich, dass die Spende gut gebraucht werden kann. »Wir werden in absehbarer Zeit neue Busse brauchen, damit Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Unterstützungsbedarf zu den jeweiligen Veranstaltungen, Ferienmaßnahmen und Ausflügen abgeholt werden können«. Außerdem stehen kleinere und größere Anschaffungen für das Kaffeehäusle an. Und auch um den regulären Betrieb im Kaffeehäusle aufrecht zu erhalten sowie gezielte Weiterbildungsmaßnahmen der ehrenamtlichen Mitarbeiter zu finanzieren, kann die Spende sinnvoll genutzt werden.
Darüber hinaus unterstützt Burkhardt+Weber die »RomiFoundation«, die Stiftung der brasilianischen Muttergesellschaft. Als größter Werkzeugmaschinenbauer Brasiliens verschreibt sich Romi mithilfe der unternehmenseigenen Stiftung, Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien eine qualitativ hochwertige Bildung und, damit verbunden, auch Chancen auf eine gute Zukunftsperspektive zu bieten. In der Vergangenheit wurde das Geld aus Deutschland unter anderem für eine Wasseraufbereitungsanlage verwendet oder für den Kauf von Büchern.    –rw