REUTLINGEN. Heimischen Fischen, Muscheln und Schnecken ein neues Zuhause schaffen, das Handy mal eben beim Spazierengehen aufladen, zum eigenen Stromversorger oder -erzeuger werden: Der Kreativität der Anwärter auf den neu geschaffenen städtischen Förderpreis Umwelt-, Natur- und Klimaschutz waren keine Grenzen gesetzt. Auf acht Preisträger verständigten sich schließlich die Mitglieder der Jury bei ihrer Sitzung im Mai. Die Preisgelder flossen gleich im Anschluss an die Jury-Sitzung, denn der mit insgesamt 10 000 Euro dotierte Preis, 50 Prozent davon trägt die Fair-Energie, ist als Finanzspritze für die Umsetzung besonders origineller, nachhaltiger oder vorbildlicher Projektideen konzipiert. Am Montag übergab Finanzbürgermeister Alexander Kreher in der Eingangshalle des Rathauses die Urkunden an die Gewinner und eröffnete damit zugleich die Ausstellung aller siegreichen Projekte, die bis Samstag, 13. Dezember, zu sehen sind. Eine Ausschreibung, die sich mit dem Thema Umwelt auseinandersetzt, gibt es in Reutlingen bereits seit 1998. Bislang in zweijährigem Wechsel mit dem Landratsamt, das sich 2012 aufgrund zu geringer Bewerberzahlen zurückgezogen hat. Nachdem im Januar diesen Jahres der Gemeinderat das Klimaschutzkonzept mit 60 Maßnahmen beschlossen hat, führt die Stadt den Wettbewerb unter dem neuen Namen Förderpreis Umwelt-, Natur- und Klimaschutz alleine weiter. Die nächste Ausschreibung erfolgt 2016.