Die Lichter leuchten. Am gestrigen Mittwoch um 18 Uhr gab Oberbürgermeister Thomas Keck den Startschuss für den Reutlinger Weihnachtsmarkt. Die Turmbläser bliesen feierlich dazu, capella vocalis intonierte Weihnachtliches. Rund 111 Stände warten in diesem Jahr auf Besucher und die Markt-Werk-Stadt hat wieder ein passendes Programm zusammengestellt. Vom Albtorplatz bis zum Marktplatz, rund um die Marienkirche und am Weibermarkt locken Zimt und  Kardamomduft,  Rote Wurst, Flammkuchen und mehr zum Bummeln und Schlemmen. 
Die Gastronomie ist räumlich gut verteilt, zwei neue Stände mit Burgern und veganer Kost ergänzen das bislang schon leckere Angebot. Alle Jahre wieder gehört das zum Stammprogramm, deshalb gehen wir alle hin. Eine Kür mit Pirouetten besonderer Art bieten Norbert Brendle und Co. auch in diesem Jahr. Am Hot Spot, wie der Sprecher der Markt-Werk-Stadt den Albtorplatz nennt, steht die Eislaufbahn und dort sind die Eisprinzessinnen der TSG Reutlingen wie auch vom Eislaufcenter Fritz zu Hause und zeigen bei Eisgalas ihre Künste – immer sonntags ab 19 Uhr. Täglich ab 14 Uhr darf das Publikum seine Runden und Pirouetten drehen und Spaß haben. Die Eissportfreunde Reutlingen kümmern sich ehrenamtlich um den korrekten Ablauf.  Traditionell schon sind die Live-Musik-Acts am Albtorplatz, immer donnerstags, freitags und samstags von 19 bis 21.30 Uhr. Das Christliche Zentrum organisiert diese Events und sorgt auch dafür, dass der Nikolaus täglich um 16.30 Uhr vor dem Naturkundemuseum seine Geschenke an die Kinder verteilt. 
Natürlich sind auch die Partnerstädte Aarau, Szolnok, Ellemereport und die mit Reutlingen befreundete Stadt Pistoia wieder vertreten genauso wie Vereine und Schulen aus der Achalmstadt, die zur Vielfalt dieses beliebten Weihnachtsmarktes beitragen. Bis zu  300 000 Besucher kommen jedes Jahr deshalb in die Stadt, erläuterte Brendle. »Wir sind bemüht, unseren Weihnachtsmarkt mit seinem eigenen Gesicht zu etablieren.«  Dafür sorgt auch Luans Feuerzangenbowle auf dem Weibermarkt mit tollen Feuershows. Dafür sorgt auch die Weihnachtskrippe und das Kinderkarussel. 
Allerdings träumen die Organisatoren auch – jedes Jahr immer wieder. Die Sehnsucht nach einem Stück Marktplatz ist groß. »Wir wollen ja nur ein Stück, bis etwa zum Weihnachtsbaum in einer Linie von Zinser zu staRT. Da könnten wir auch Stände, die mehr Raum Tiefe benötigen, aufstellen. Wir wollen den Markt nicht vertreiben, bekräftigen  Brendle und Regine Vohrer unisono. Doch es bewegt sich laut den beiden nichts. «Wir sind ehrlich gesagt auch ein bisschen müde geworden in den Verhandlungen», so Vohrer. «Aber wir hoffen weiter.» Vielleicht klappt es ja eines Tages, das Herzstück der Stadt in den Weihnachtsmarkt zu integrieren.                                 -diet
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