REUTLINGEN. »Beim Indi(e)stinction Festival geht es darum, eine Vielseitigkeit für die Gäste zu garantieren, indem wir eine ganze Bandbreite an Indie-Bands präsentieren«, so Sandra Petrasch, Pressesprecherin des Reutlinger Kulturzentrums franz.K Ab 9. Februar ist es wieder so weit: über drei Wochen hinweg bringen über zwölf verschiedene Bands der Indie-Szene die Wände zum Wackeln, die Herzen der Konzertbesucher zum Schmelzen und die Füße zum Tanzen. Dabei werden ganz unterschiedliche Genres vertreten sein, verspricht Andreas Roth. »Jede Band hat etwas Eigenes. Was die Gruppen gemeinsam haben, ist, dass sie unkonventionell sind. Sie agieren unabhängig von großen Labels und haben es nicht auf Profit abgesehen«, so der Organisator des Festivals. Das Repertoire reicht von Indierock-Berühmtheiten wie »Gisbert zu Knyphausen«, über namhafte Bands aus der Umgebung wie »Kids of Adelaide« aus Stuttgart und »Friends of Gus« aus Tübingen, bis zum Trio »Say Yes Dog« und Singer/Songwriterin »Barbara Morgenstern«, die beide auf internationaler Ebene bekannt sind. Sogar ein Ticketnachlass von 30 Prozent auf alle Karten ist für diejenigen Besucher garantiert, die drei Konzerte im Rahmen des Festivals besuchen. »Wir wollen dazu animieren, zu verschiedenen Konzerten zu gehen, und auch mal was Neues auszuprobieren«, erklärt der Organisator des Festivals.

Die Bands 
Gisbert zu Knyphausen markiert am 9. Februar mit seinem Konzert den Anfang des Festivals. Nach sieben Jahren hat er nun endlich wieder ein neues Album veröffentlicht, »Licht dieser Welt«. »Der ehemalige Straßenmusiker ist bekannt für seine literarisch tiefen Texte«, so Roth. Für einen Mix aus Klassik und Elektro sorgt Barbara Morgenstern am 17. Februar mit ihrer neuen Platte »Unschuld und Verwüstung«. Die Weltenbummlerin ist mittlerweile schon erfolgreich und verbindet politische Texte mit einem 60er-Jahre-anmutenden Canterbury-Rock. Doch auch für Punk-Fans ist etwas dabei: die fünfköpfige Tübinger Band »Friends fo Gas« bringt am 22. Februar mit ihrem Post-Punk-Sound die Wände wortwörtlich zum Beben. 
Weiter geht es am 2. März mit dem Duo »Kids of Adelaide«, die sogar schon Supportband von Jamie Callum waren. »Aus dem Geheimtipp-Status ist die Gruppe mittlerweile draußen und bei Kritikern als auch bei Fans auf der Liste«, meint Andreas Roth. Das Duo aus Pliening lässt auch in ihrem neuen Album »Into the Less« wieder den Indie-Folk zur Geltung kommen. »Kat Frankie«, nicht das erste Mal im franz.K, ist am
3. März mit von der Partie. Die gebürtige Australierin lebte zehn Jahre in Berlin und arbeitete schon mit Sänger »Clueso« zusammen. Ihre neuen Platte »Bad Behavior« ist ein spannungsgeladener Mix aus Pop und jazzigen Elementen und definitiv hörenswert. Mit »The Boys you know« am 8. März, eine Gruppe aus Österreich, sind auch die 90er-Rock Fans gerettet. »Two lines that never touch« heißt ihr Album, und verbindet gekonnt modernen Americana Folk mit der für sie so typischen Rock-Combo. Am Mittwoch, 13. März, macht das Nürnberger Trio »Say Yes Dog« aus dem franz.K eine volle Tanzfläche. Mit Debüt-Hits wie »A Friend« machte sich die Band auf Europa-Ebene im Elektro-Pop einen Namen. Den krönenden Abschluss bilden »The Green Apple Sea/TGas« am 16. März, zusammen mit der Indiepop-Band Haage. »TGas« überzeugt musikalisch mit Americanah-Folk-Rock auf ihrer neuen Platte »Directions«. Neun Jahre nach der letzten Veröffentlichung sind sie jedoch nicht weniger mitreißend: »Hier sind Stimmung und Energie vorprogrammiert«, meint Festival-Organisator Andreas Roth.     –ras
Alle Infos zum Festival gibt es im Internet unter franzk.net.
 

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