AMMERBUCH. in Ammerbucher Kind: Den Namen der Gemeinde trug der Rennfahrer Roland Asch jahrelang sehr erfolgreich in die Welt hinaus. Sein Sohn Sebastian tut es ihm gleich und startet in der ADAC GT Masters – mit viel Erfolg. Der Vater stand oft auf dem Podium im spektakulären Rennsport und hat sich unter anderem durch seinen Sieg im Bergrennen 1981 einen Namen als Rennfahrer gemacht hat. Doch schon seit einigen Jahren tritt sein Sohn Sebastian in seine Fußstapfen. »Mein Vater hat mir in dieser Hinsicht nie Druck gemacht. Meine ganze Karriere ist meinem eigenen Willen entsprungen, ich finde einfach Spaß am Rennsport«, erklärt der 32-Jährige.

Die Karriere des Ammerbuchers aus dem Teilort Altingen beginnt verhältnismäßig spät – mit 15 Jahren fährt er regelmäßig im Motorsportclub Herrenberg Slalom. »Das erklärt vielleicht auch meine enge Bindung zur Heimat«, so der Rennfahrer. 2007, drei Jahre nach seinem Einstieg, hat er seinen ersten großen Erfolg: Asch wird Vizemeister im Seat Leon Cup, als er mit seinem eigenen Team Asch Motorsport antritt. Damals arbeitete er noch bei Porsche. Nach Feierabend ging es wieder in die Werkstatt, denn Asch bereitete seine Rennfahrzeuge damals noch selbst vor. »Ich wollte nie einfach nur Rennfahrer sein, das hatte für mich keinen Reiz«, sagt der Rennfahrer.

Rennsport als Hobby

Wie schon damals sitzt er auch heute noch abends mit Ingenieuren zusammen, um das nächste Rennen zu besprechen. »Bei den ADAC GT Masters fahren sehr viele hauptberuflich Rennen. Ich war es gewohnt, immer nebenher zu arbeiten – ich sehe meinen Rennsport als zeitaufwendiges Hobby.« Und doch ist es ein Hobby, in dem er bis jetzt sehr erfolgreich war: 2012 holt Sebastian Asch den ersten Sieg bei den GT Masters im Hockenheimring. Drei Jahre später gewinnt er wieder, und ist damit der erste Fahrer, der jemals einen zweifachen Sieg in diesem Rennen eingefahren hat. »Sobald ich im Rennen bin, ist bei mir ein Schalter umgelegt. Da bin ich weg von der Arbeit, und habe einen freien Kopf. Mein Anspruch an mich ist es dann, zu gewinnen«, sagt Asch, der mit Vater Roland ein Autohaus in Altingen führt.

In den Jahren seiner Erfolge ist der studierte Fahrzeugtechniker viel herumgekommen. Nicht nur innerhalb Europas ist er viel unterwegs, sondern war auch schon in den USA und in Dubai. »Es ist schön, mal etwas anderes zu sehen. Doch ich bin jedes Mal wieder froh, nach Ammerbuch zurückzukommen. Hier kann ich dann meinen Akku wieder voll laden«, erzählt er schmunzelnd. Seit diesem Jahr fährt Asch für das österreichische HB Racing Team, und statt im Mercedes sitzt er nun im Ferrari. Das hindert ihn aber nicht daran, den ein oder anderen Traktor zu reparieren, der in die Werkstatt gefahren kommt. »Manche Kunden waren sogar schon bei meinem Großvater. Bei uns ist jeder willkommen, da sind wir einfach gestrickt. Man könnte auch sagen, wir sind auf dem Boden geblieben.«                                                        –ras