TÜBINGEN. In einer Zeit, in der in vielen Branchen Fachkräftemangel herrschte, machten sie ihren Abschluss. Sie waren mit ihrer Hände Arbeit, mit ihrem Wissen und ihrem individuellen Können maßgeblich am Aufschwung und am Wohlstand dieses Landes mitbeteiligt. Nun bekamen die Meister von einst eine besondere Ehrung. Sie erhielten im Tübinger Landratsamt ihren Goldenen Brief, 50 Jahre nachdem sie die Prüfung abgelegt haben. Für ihre Lebensleistung bedankte sich Kreishandwerksmeister Norbert Schnitzler. Der Stellvertreter des Landrats, Hans-Erich Messner, betonte die Stellung, den das Handwerk heute immer noch hat. Im Landkreis Tübingen habe es immer noch einen großen Stellenwert. Bei allem Fortschritt sei Handwerk eine Dienstleistung, die nur von Menschenhand erbracht werden könne.
Im Landkreis gibt es mehr als
2 000 Handwerks-Betriebe, die dafür sorgen, dass es den Bürger gut geht. Der Landkreis trägt seinen Teil für die Zukunftsfähigkeit des Handwerks durch den Ausbau und die Ausstattung der beruflichen Schulen bei, diese bieten den Auszubildenden eine breite Palette an Möglichkeiten. Auch die Finanzierung des Meisterbriefes sei heute einfacher. Vor einem halben Jahrhundert war es deutlich schwieriger die Ausbildung zu finanzieren. Es war noch keine Rede vom Meister-Bafög.

Zur Feierstunde waren 30 von 41 Geehrten persönlich erschienen. Am häufigsten vertreten war der Beruf des Mechanikers mit neun Meistern. Aus dem Beruf des Malers und Lackierers waren vier dabei, genauso viele Elektroinstallateure und drei Feinmechaniker. Eine Frau war auch dabei, sie ist Friseurmeisterin.

Den goldenen Meisterbrief bekamen: Adis August KFZ-Mechaniker, Amann Wilfried, (Maurer)
Bartsch Vera (Friseur), Beez
Helmut, (Mechaniker), Berner
Rolf (Mechaniker), Diez Horst
(Mechaniker), Falk Uwe, (Elektroinstallateur), Frankenhauser
Hartmut, (Feinmechaniker), Götz Jürgen, (Friseur) Gutgsell
Rudolf, (Maler- und Lackierer), Haug Rainer, (Mechaniker), Holzapfel Manfred (Schreiner), Joos Otto (Bäcker), Kramer 
Georg (Fliesen-, Platten- und Mosaikleger), Klausnitzer 
Werner, (Maler- und Lackierer), Kleinen Georg (Fotograf), 
Koch Hans Ulrich, (Mechaniker)
Kopp Herbert, (Elektroinstallateur), Kuttler Hans (Mechaniker)
Lohmueller Hans-Peter (Damenschneider), Ludwig Gustav (Mechaniker), Maier Hans, Elektroinstallateur, Mang Arnulf (Maler- und Lackierer), Motzer
Hans (Buchdrucker), Müller
Alfons (Mechaniker), Nagel
Ewald (Elektroinstallateur), Nill
Werner, (Maler- und Lackierer)
Razum Hans Dieter, (Radio- und Fernsehtechniker), Regier
Karl-Heinz, (Zimmerer), Röhm
Johann, (Mechaniker), Römpp
Helmut, (Stuckateur), Ruff
Siegfried (Feinmechaniker), Schneck Günther (Schreiner), Schnitzer Paul (Flaschner), Schweinbenz Bernward (Schreiner), Stahl Siegfried, (Bäcker) 
Stockmaier Josef, (Feinmechaniker), Thyrolf Horst (Metzger)
Wachter Herbert (Dachdecker)
Weiß Rolf (Schlosser), Wuhrer
Manfred (Konditor). –diet/tw