ENINGEN. Sie fährt erst seit diesem Jahr in der Eliteklasse, doch sie zeigt von Anfang an, dass sie nicht nur dazugehört, sondern auch noch was reißen will. Bahnrad-Spezialistin Franziska Brauße, die seit diesem Jahr für den RV Öschelbronn in die Pedale tritt, erstrampelte sich Anfang Juni bei der DM über 3000 Meter den dritten Platz. Die 18-Jährige bewies nun bei der U 23-Europameisterschaft in Portugal, dass dies keine Eintagsfliege war.
In der Mannschaftsverfolgung mit Gudrun Stock, Tatjana Paller, Laura Süßemilch und Franziska Brauße (RSV Öschelbronn) holte das deutsche Team Bronze im kleinen Finale gegen Großbritannien.
Die Britinnen mussten aufgrund von Verletzungen mit einer Sprinterin starten und fuhren großteils zu dritt. Deshalb versuchten sie auf das deutsche Quartett aufzufahren. Dies gelang allerdings nur zwei Sportlerinnen.
Während die zwei Britinnen auf ihre Teamkollegin warteten konnten die deutschen wieder Boden gut machen, bis auch Deutschland sich verlor.
Am Ende hatten die Deutschen dann aber doch die Nase vorn und gewannen die Bronze Medaille. Gold holte Italien vor Polen. »Die Medaille fühlt sich noch total unreal an. Es ist unglaublich im ersten Jahr bei den Frauen das erreicht zu haben«, konnte es die Eninger nach diesem erneuten Erfolg kaum glauben.     –rw