Ob Turnen, Handball oder Gala-Dinner: Die Pfullinger Sportler und Vereine sowie die Stadtverwaltung bewiesen mit der Eröffnung der Schönberghalle, wie vielfältig das neue Schmuckstück einsetzbar ist. Doch alle Probleme in Sachen Übungsstätten löst auch sie nicht.

PFULLINGEN. An drei Tagen schon stand das 6,7 Millionen Euro teure Bauwerk, neben den Pfullinger Hallen und dem Freibad gelegen, im Mittelpunkt: bei der Personalfeier der Stadt Pfullingen, am Samstag bei der offiziellen Eröffnung mit preisenden Reden von Bürgermeister Michael Schrenk, von Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid, Regierungspräsident Jörg Schmidt sowie dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Sport, Matthias Fischer. Einen Überraschungsgast zauberten die Verantwortlichen des VfL Pfullingen, der Arbeitsgemeinschaft Sport sowie der Stadtverwaltung auch noch aus dem Hut: Weltklasse-Ringer Pasquale Passarelli sorgte am Samstagabend für sportlichen Glanz.
Der Olympiasieger übernahm die Ehrungen verdienter Sportler des VfL gemeinsam mit dem Schultes. Stefanie Kuhnert erhielt viel Beifall für ihren WM-Titel im Triathlon und die Ehren-
stele des VfL. Wie auch das Tanzpaar Ulrike Anders und Emanuel Huber: Beide hatten bei der DM der DAT den Titel im Lateintanz nach Pfullingen respektive in die Tanzschule Werz geholt. Das Paar demonstrierte sein Können vor begeisterten Zuschauern. Die 240 geladenen Gäste bestaunten an schön eingedeckten Tischen das Geschehen und bekamen Leckeres zum Schnabulieren. Am Sonntag dann gab’s für alle viel zum Fabulieren – über die neue Halle, über die gelungene Architektur, über das helle Freundliche, über das schon Vertraute, über die Räumlichkeiten an sich, über den Nutzen, über den Gymnastikraum und vor allem über die – wieder einmal – großartige Organisation dieses Tages der offenen Tür durch den VfL Pfullingen sowie der Arge Sport.

Fotostrecke 30 Fotos

Große Resonanz
Tausende waren im Laufe des Nachmittags durch die Räumlichkeiten spaziert um das Schmuckstück zu begutachten, sie waren voll des Lobes über die Architektur und vor allem auch über das Programm. Da gab es von Beginn an keine ruhige Minute für die Besucher. Es gab Vorführungen der Turnkinder wie der Jedermänner, dazu allerlei und vielerlei von Streetdance bis Rhönradfahren, von Tanz bis Salto, von Handball bis Fußball. Jeder konnte mitmachen. Ob im Tanzparcours für die Kids und Jugendlichen, im Bällebad die ganz Kleinen, im Kreisfahren mit dem Rhönrad, beim Fitnesstest oder auf der Slackline. »Ein Wahnsinnstag«, schwärmte VfL-Präsident Sven Schauenburg, der sich wie auch Bürgermeister Michael Schrenk über die »großartige Resonanz« der Pfullinger Bürger gefreut hat. »Mit der Halle wollten wir Akzente setzen«, sagte der Schultes, »sie ist zwar für den Sport gedacht, doch es gibt auch andere Nutzungsmöglichkeiten«.
Gleichwohl löst die Schönberghalle nicht alle Probleme der Hallenbelegung in der Echazstadt. Die Situation in Pfullingen ist immer noch angespannt. »Zu hundert Prozent belegt«, sei sie laut Sven Schauenburg jetzt schon, aber der VfL habe immer noch Bedarf. Der Verein muss für seine Angebote Hallen anmieten, zwei im Ermstal, dazu die Eninger Halle sowie die Kernhalle in Reutlingen. Außerdem verfügte die Vereinsführung in manchen Abteilungen einen Aufnahmestopp, weil die Nachfrage sehr groß ist. Da gibt es noch viel zu tun.     –diet