METZINGEN. Nach einem schwachen Sommer hat der Metzinger Bekleidungshersteller Hugo Boss im Weihnachtsgeschäft noch die Kurve gekriegt. Der Modekonzern verbuchte 2018 ein Umsatzplus von zwei Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. »2018 war ein gutes Jahr für Hugo Boss, 2019 wird ein noch besseres Jahr für unser Unternehmen«, sagte Mark Langer, Vorstandsvorsitzender der Hug Boss AG. »Das laufende Jahr steht ganz im Zeichen der Umsetzung unseres Geschäftsplans 2022. Mit dem klaren Fokus auf unsere strategischen Prioritäten stellen wir sicher, dass wir in 2019 und darüber hinaus profitabel wachsen werden. Die dynamische Entwicklung in unserem eigenen Onlinegeschäft und in Asien wird in diesem Jahr maßgeblich dazu beitragen.«

Laut Langer wurde das Wachstumstempo erhöht. Dazu habe vor allem die dynamische Entwicklung des eigenen Einzelhandels, allen voran die des Onlinegeschäfts, beigetragen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern sowie vor Sondereffekten lag mit 489 Millionen Euro in etwa auf Vorjahresniveau. Positive Effekte aus dem höheren Umsatz und konsequentem Kostenmanagement seien kompensiert worden von strategischen Investitionen in die Produktqualität und in die digitale Transformation des Geschäftsmodells. Zudem beklagte Langer, dass die Ergebnisentwicklung von negativen Währungseffekten beeinflusst worden sei. Bei der Umsetzung seiner strategischen Prioritäten habe der Konzern signifikante Fortschritte erzielt, betonte Langer. Neben der gelungenen Neuausrichtung der Marken Boss und Hugo, die für Kunden mit den Frühjahr/Sommer-2018-Kollektionen erstmals in den Stores erlebbar wurde, entwickelte das Unternehmen auch seine Vertriebsstrategie weite. Positiv entwickelte sich vor allem das eigene Onlinegeschäft. Durch ein deutlich zweistelliges Wachstum gelang es erstmals den Umsatz auf mehr als 100 Millionen Euro zu steigern. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt seine Kollektionen zunehmend digital, um so schneller auf Markttrends reagieren zu können und mit seinen Marken noch näher am Puls der Zeit zu sein.

Auch im klassischen stationären Einzelhandel machte Boss Fortschritte, so Langer. Der Fokus lag auf der Renovierung von Boss-Stores sowie der Eröffnung erster Hugo-Stores mit eigenem Konzept in ausgewählten Metropolen wie Paris und London. Für 2019 rechnet Langer damit, den Umsatz währungsbereinigt im mittleren einstelligen Prozentbereich zu steigern. Alle Regionen, so glaubt er, werden dazu beitragen, wobei für Asien/Pazifik ein überproportionales Wachstum angestrebt werde. Für den eigenen Einzelhandel rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzplus im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Das eigene Onlinegeschäft soll wieder deutlich zweistellig zulegen und damit überproportional zum Wachstum des eigenen Einzelhandels beitragen.

Langer sprach von einer gelungenen Neuausrichtung der Marken Boss und Hugo in 2018. Für dieses Jahr soll die Strahlkraft beider Marken weiter gestärkt werden. Erste Highlights der kommenden Herbst/Winter-2019-Kollektionen von BOSS Menswear und BOSS Womenswear habe man bereits im Februar auf der New York Fashion Week präsentiert.                                                                                                                                                                                                                                                   –ew/ber