LANDKREIS REUTLINGEN. Seit zwei Tagen wird das voll-reife Obst der Streuobstwiesen angenommen, um »ebbes Guad´s« draus zu machen. Durch die Frostschäden im April fällt die Ernte in diesem Jahr deutlich geringer aus, als in den Vorjahren. Im Albvorland hängen kaum Äpfel an den Bäumen. Die Albhochfläche dagegen ist dieses Jahr begünstigt, da dort die Apfelblüte erst nach den Spätfrösten eingesetzt hat.


Die Keltereien, die die Früchte aus dem Landkreis und dem »Biosphärengebiet Schwäbische Alb« verarbeiten, starten die Annahme deshalb in diesem Jahr mit einem deutlich angehobenen Grundpreis. Für gesunde und vollreife Äpfel, die nach den Erzeugerkriterien der Initiative »ebbes Guad´s« angebaut wurden, wird ein Aufpreis von fünf Euro zum aktuellen Tagespreis gezahlt.


Dieser Aufpreis geht direkt an die Erzeuger, die mit ihrer fach-gerechten Pflege der Obstbäume Obst von hoher Qualität erzeugen und zum Erhalt unseres einzigartigen Landschaftsbilds im Streuobstparadies beitragen.
Das Apfelsaft-Aufpreis-Projekt »ebbes Guad’s« wurde vom Landkreis, Regionalverband Neckar-Alb, Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine und den regionalen Keltereien ins Leben gerufen. Das gemeinsame Ziel ist es, den Erzeugern durch einen höheren Preis einen Anreiz zur Bewirtschaftung der Streuobstwiesen zu geben.

Denn für Streuobstwiesen ist die Nutzung die beste Pflege und Zukunftssicherung. Um die Regionalität der Initiative »ebbes Guad’s« zu gewährleisten, ist es für Erzeuger erforderlich, einen Liefer- und Ab-nahmevertrag abzuschließen. Die Verträge sind bei den Keltereien Häussermann in Reutlingen-Oferdingen und Reusch in Metzingen-Neuhausen erhältlich. Interessierte Gütlebesitzer werden gebeten, sich bei den Sammelstellen anzumelden.