DETTINGEN. Sonntagmorgen in Dettingens »Guter Stube«: Bürgermeister Michael Hillert begrüßte gemeinsam mit seiner Frau Renate und Tochter Nadine im Bürgerhaus »Am Anger« die Gäste. Und rund 200 Dettinger waren gekommen, um den Worten ihres Schultes zu lauschen. Bekanntlich macht Hillert keinen Hehl daraus, was in der Gemeinde los ist und was nicht. Demzufolge wunderte es nicht, dass das Thema Schillerschule nicht noch einmal bis ins letzte Detail erläutert wurde. Jeder wisse, dass die Mega-Kosten, die es zu schultern gilt, letztendlich dem Wohl der Kinder respektive der Bildung zugutekommen. Auch die in die Jahre gekommenen Versorgungsleitungen, deren Sanierung bitter nötig ist, werden Millionen Euro verschlingen. Erstaunt zeigte sich der Schultes über das rege Interesse »Oberer Boden«, einer 9,6 Hektar großen neuen Siedlungsfläche. »So viele Leute habe ich in unserem Sitzungssaal noch nie gesehen«. Wie das Ganze künftig bebaut werden soll, darüber gibt es momentan noch keine konkreten Vorstellungen. Aber ein 65-stöckiges Hochhaus, was tatsächlich ein Bürger ins Gespräch brachte, werde es ganz sicher nicht geben. Über die eingegangen Vorschläge werde der Gemeinderat in diesem Jahr diskutieren. »Wir werden sehen«, so Hillert.


Auf konstruktive Vorschläge hoffend, widmete sich Hillert erstmals während eines Neujahrsempfangs dem Thema »Ehrenamt bei den Rotkreuzlern«. Und da sieht es nicht gut aus. Das unterstrich Fritz Schaich. Der DRK-Ortsvereinsvorsitzende machte deutlich, dass beispielsweise Sportplatzdienste aufgrund des geringen Personals einfach nicht mehr zu stemmen seien. Erfreulich sei jedoch die Entwicklung der Jugendgruppe. Der gehören jetzt zwölf neue Mitglieder an. Dennoch mache es ihm Angst, dass vor Ort die Zahl der Blutspender drastisch zurückgehe. Statistisch gesehen benötige Dettingen 550 Blutkonserven pro Jahr. Die werden nicht erreicht. Obwohl Gerhard Stiefel und Paul Müller für 100-mal Blutspenden geehrt wurden. Ebenso reihten sich in die kurze Liste der Geehrten Tanja Mayer, Berthold Edelmann und Nicole Bayer ein. 

Fotostrecke 9 Fotos

Zwischen der nachdenklichen Thematik und dem dringenden Appell Blut zu spenden, sorgte das Mutter-Sohn Gespann Lydia und Reiner Gleim für musikalische Abwechslung.