REUTLINGEN. Endlich ist es soweit. Auf dem neuen Kunstrasenfeld in der Dietweg-Sportanlage in Reutlingen darf jetzt offiziell dem Ball nachgejagt werden. Begleitet von zahlreichen Darbietungen weihten die Verantwortlichen der Stadt Reutlingen und die zukünftigen stolzen Benutzer die modern sanierte Sportstätte ein. Im letzten Jahr hatten Mitglieder vom Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss der Stadt Reutlingen beschlossen, den Hartplatz in ein Kunstrasenfeld umzubauen. Die Kosten der Sanierung: 583.000 Euro.

Auf den Tag gewartet
Die Sportgemeinde am Dietweg musste aber zunächst etwas Geduld aufbringen. Aufgrund einer Fehlproduktion verzögerte sich die Verlegung des Kunstrasens. So konnten die Bauarbeiten erst im Frühjahr 2018 abgeschlossen werden. Ursprünglich war das Bauende schon für Spätherbst 2017 geplant. Doch das Warten hat sich für die Beteiligten gelohnt. Voller Freude erklärte die Reutlinger Baubürgermeisterin Ulrike Hotz und der Schulleiter der Minna-Specht-Gemeinschaftsschule Dr. Matthias Riemer das Spielfeld für eröffnet.
Der Platz steht nun unter anderem der Minna-Specht-Gemeinschaftsschule zur Verfügung. Auch mehrere Spotvereine dürfen sich über das neue Geläuf freuen. Darunter die Spielgemeinschaft Reutlinger Juniors, deren Bambinis an diesem Tag eine Vorführung ihrer Ballkünste zum Besten geben durften.

Pflegleicht und robust
Auch der leichte Regen an diesem Tag konnte die feierliche Stimmung und Begeisterung auf dem nagelneuen Kunstrasenfeld nicht trüben. Dem synthetischen Rasen machte das ohnehin nichts aus. Darin liegen schließlich die Vorteile eines Kunstrasens: Er ist pflegeleicht, dazu robust und kann daher bei nahezu jeder Witterung bespielt werden.
Zudem ist die Verletzungsgefahr im Vergleich zu einem Ascheplatz deutlich verringert.
Grätschen sind ab sofort möglich, ohne eigene körperliche Beeinträchtigungen in Kauf zu nehmen – ob sie denn erwünscht sind, bleibt den Spielleitern vorbehalten. Die modernen künstlichen Spielflächen sind mittlerweile so fortschrittlich und auf hohem Niveau, dass einem gepflegten Spiel nichts mehr im Wege steht. Es gibt keine Unebenheiten und Bodenwellen mehr. Auch die berüchtigte und gefürchtete Torwartgrube gehört der Vergangenheit an.

Abschied von den Hartplätzen
Die so genannten Tennenspielfelde sind in der Region auf dem sportlichen Rückzug. Sehr häufig werden sie zu Kunstrasenfeldern umgebaut. Wie das Spielfeld in der Dietweg-Sportanlage und der Undinger Hartplatz in Sonnenbühl werden auch die restlichen Ascheplätze im Reutlinger Markwasen einer Verwandlung unterzogen.
Derzeit sind die Bauarbeiten auf dem Platz H1 noch im Gange. Die Kosten sollen sich auf
810 000 Euro belaufen. Die Stadt plant, den letzten Hartplatz ebenfalls in den folgenden Jahren zu sanieren.                                                                                                  –boe