REUTLINGEN. Und weiter geht’s in Sachen »Saubere Luft«. Um die »flächendeckende Infrastruktur« schnellstmöglich zu erreichen hat sich die Stadt Reutlingen viel vorgenommen. Aus Berlin gibt es großzügige finanzielle Unterstützung, auch wenn die Förderungsbescheid-Prozedur enorm ist. Für Oberbürgermeisterin Barbara Bosch eine mittlerweile gewohnte Vorgehensweise, geht es doch um nichts Geringeres, als eine von Fahrverboten verschonte Achalmstadt zu erreichen. Eine Möglichkeit die Luft sauberer zu bekommen bieten derzeit Elektrofahrzeuge. Im ganzen Landkreis sind immerhin 200 dieser Fahrzeuge unterwegs. Und die brauchen ein gescheites Ladesäulen-Netz. Zurzeit gibt es in Reutlingen sieben Ladesäulen. Die FairEnergie betreibt bereits zwei eigene E-Ladesäulen – im Parkhaus Lederstraße und in der Tiefgarage der Stadthalle.

Zehn Normalladestationen 

Um das bestehende Angebot auch außerhalb von Parkhäusern und Tiefgaragen auszubauen hat das Unternehmen Fördermittel des Bundes im Oktober 2017 beantragt – im August 2018 kam die Förderzusage seitens des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) für die ersten zehn Standorte. Bis Mai 2019 sollen nun zehn Normalladesäulen mit je zwei Ladepunkten in Betrieb gehen. Der Startschuss fiel am Freitag am Friedrichsplatz (neben dem Amtsgericht) in der Reutlinger Oststadt. Oberbürgermeisterin Barbara Bosch hat gemeinsam mit den Projektbeteiligten die erste E-Ladesäule, an der zwei Fahrzeuge gleichzeitig Strom bekommen, offiziell in Betrieb genommen. Innerhalb der vierstündigen Standzeit entfällt die Parkgebühr. Geladen wird via Chipkarte die landes-und europaweit kompatibel ist. Der angedockte Renault gehört zur Flotte der FairEnergie. Die Anschaffungskosten eines solchen Fahrzeugs liegen abzüglich Förderung und je nach Batteriestärke bei circa 25 000 Euro.                                                                                                                                                                                                           –pi