REUTLINGEN. Es ist ein kleines Jubiläum: Denn der neigschmeckt-Markt wird stolze 15 Jahre alt. Und das wird gefeiert. Am Sonntag, 21. Juli öffnen  viele  regionale Anbieter in der Zeit von  11  bis 19 Uhr in der Planie und im Stadtgarten ihre Stände. Zuvor gibt es um 10 Uhr im Stadtgarten einen ökumenischen Gottesdienst. Den kleinen Besuchern bieten sich jede Menge Mitmachaktionen an. Und »Mamfred Zickzack» kommt auch vorbei. 

Apropos Kinder beziehungsweise junge Leute: Es ist schon ein kleines Wunder, was ein 16-jähriger Teenager weltweit in Gang gesetzt hat. In jüngster Vergangenheit ist Greta Thunberg gelungen, Menschen für die Umwelt respektive unseren Planten zu sensibilisieren. Thunberg argumentiert immer wieder, dass die Biosphäre geopfert werde, um reichen Menschen ein angenehmes Leben zu ermöglichen. Die »Schulstreiks für das Klima«, die hierzulande viele Anhänger haben, regen zum Nachdenken an.  Die Biosphäre schützen, das wollen  Gabriele Janz und Karin Zäh. Die  beiden Macherinnen des neigschmeckt-Marktes wissen um die  Probleme unserer Wohlstandsgesellschaft und haben schon vor vielen Jahren mit Anbietern –  hauptsächlich aus dem Biosphärengebiet –  darauf reagiert. Es müssen eben keine Klamotten, Lebensmittel  (nur um zwei Beispiele zu nennen) dreimal um die Welt gekarrt werden, wenn einheimische Produkte direkt vor der Haustür hergestellt werden können.  Im Jubiläumsjahr wird der  Bereich Ernährung zusätzlich in den Fokus rücken. Von Bio Pestos bis zur Wildschweinbratwurst, von selbst gebrautem Bier bis zur vegetarischen Dinnete: Das Angebot ist enorm. Janz und Zäh hoffen, bei aller Dringlichkeit der Problematik, Alternativen aufzeigen zu können, die jedermann  beherzigen und umsetzen kann. Gabi Piehler