REUTLINGEN. Die gute Nachricht gleich vorweg. Der Kostenrahmen wird eingehalten. »Wir werden das Geld nicht brauchen. Nach dem  jetzigen Stand liegen wir genau bei 19,08 Millionen Euro und zwei Cent«, sagt Dr. Wolfgang Epp. Der IHK Hauptgeschäftsführer  konnte es sich nicht verkneifen, kurz Stuttgart 21 und die exorbitanten Kosten für Stuttgarts Oper beim Presserundgang anzureißen. Auch Deutschlands »Aushängeschild« der neue Berliner Flughafen, blieb nicht unerwähnt, denn in Reutlingen hat alles reibungslos geklappt. Deshalb folgt auch keine schlechte Nachricht hinterher. Die  Entscheidung ein Generalunternehmen für die nicht ganz einfache Baustelle zu verpflichten, sei genau die Richtige gewesen. Freilich habe  es  in der zweijährigen Bauphase ein bis zwei kleine Beschwerden gegeben, aber von den Anwohnern sei keine einzige Klage gekommen. Die dürften auch  noch über  etwas ganz anderes froh sein:  künftig erfolgt die Hauptzufahrt über die Alteburgstraße. Eine große Entlastung für die beengten Straßenverhältnisse in der Hindenburgstraße. Dafür werde demnächst eine Abbiegespur hinweisen. 


Die 140 Mitarbeiter sind derzeit fleißig am Umziehen, waren doch die meisten von ihnen in der Vergangenheit in Tübingen untergebracht. Ende November soll aber alles fertig sein. Im Frühjahr soll dann ein großes Fest steigen. »Dieses Haus gehört unseren Mitgliedsunternehmen«, so Epp. »Es ist ein offenes Haus. Wir haben kein Sicherheitsglas eingebaut«. Vor 30 Jahren in Zeiten der RAF sei das noch ganz anders gewesen. Doch die Zeiten seien Gott sei Dank vorbei. Nun sind hier viele Bereiche offen und transparent unter einem Dach versammelt. Das Haus soll  Menschen zusammenbringen, denn nur »persönliche, menschliche Begegnung ist innovationstreibend«, ist sich Epp sicher. Neben dem schicken Neubau steht das denkmalgeschützte Haus der Wirtschaft. Dort soll künftig der »Digital Hub« einziehen.                          Gabi Piehler

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