Mitten in Münsingens Altstadt haben Jobcenter und die Agentur für Arbeit unter einem Dach ihre neuen, modernen Räume bezogen. Am Freitag eröffnete Landrat Thomas Reumann den 400 Quadratmeter großen, barrierefreien Bürokomplex der Landkreis-Außenstelle im Neubau des Wohn- und Geschäftshauses in der Hauptstraße 34. Für ihn ist damit ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. Das sei ein starkes Zeichen und kein Selbstzweck und für das Mitarbeiterteam ebenso wichtig wie für die Menschen, die hier Beratung suchen und Leistungen beanspruchen. »Hier in Münsingen ist ein kleines Dienstleistungszentrum entstanden, was für hohe Qualität spricht«, stellt er fest. »Wir sind dezentral unterwegs«, und es werde hier auf Präsenz in Sachen Verwaltungsdienstleistungen gesetzt. Der Landrat hob hervor, dass die Stadt sie in diesem Vorhaben unterstützte und die Zusammenarbeit problemlos und zügig verlief. Er freue sich zudem, dass es gelungen sei, noch rechtzeitig vor dem rentenbedingten Ausscheiden von Erika Holstein alles fertigzustellen. »Sie war mit Herzblut dabei, dass es gelingt«, gab er zu verstehen. Die Geschäftsführerin des Jobcenters äußerte sich mehr als zufrieden über das neue, attraktive Gebäude, in dem gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Dienstleistungen angeboten werden können. Dazu zählen Themen wie Arbeit, Beruf, Bildung, Qualifizierung und Geldleistungen. »So ein Umzug verläuft nicht immer reibungslos, nicht alles funktioniert genauso wie es geplant war.« Aber es mache stolz und sporne zu Leistungen an. »Wieso braucht man euch noch«, sei die Frage an ihn gestellt worden, bemerkte Wilhelm Schreyeck, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Reutlingen. Die Arbeitslosenzahl in Münsingen sei mit einem Rückgang von 17 Prozent auf die niedrigste im Landkreis gesunken. »Eine persönliche Beratung ist unabdingbar«, ist nicht nur er der Ansicht. Es gelte, hier vor Ort zu bleiben und moderne Diensträume unter einem Dach zur Verfügung zu stellen. »Das Gebäude fügt sich harmonisch ins Stadtbild ein«, äußert sich der Geschäftsführer der MHB Stumm Bauunternehmung Arno Stumm. Die Umsetzung des 1,9 Millionen Euro Gebäudekomplexes auf seinem vor drei Jahren erworbenen Gelände erwies sich nicht immer ganz einfach. Das Landesdenkmalamt habe sich mit Vorgaben zu Wort gemeldet und ein Höhenunterschied von vier Metern stellte die Planer vor eine weitere Herausforderung.     –bim