TROCHTELFINGEN. Die letzten warmen Herbsttage laden noch einmal zu Aktivitäten im Freien ein. In Münsingen kommen die Mountainbiker am 1. Oktober voll auf ihre Kosten. Die Alb-Gold-Trophy, der MTB-Klassiker für jedermann, hat alles zu bieten, was einen Erlebnis-Marathon ausmacht. Der bunt gefärbte Wald auf der hügeligen Alb-Hochfläche macht das Rennen zu einem Erlebnis für alle Sinne. Zugelassen sind Mountainbikes und eMTBs und fahren kann jedermann – auch ohne Vereinszugehörigkeit.

Vereine und Nudelhersteller ziehen an einem Strang
Möglich machen das Rennen zum Saisonende die drei Vereine TSG Münsingen, TSV Mägerkingen und der SSV Meidelstetten, die mit mehr als 250 Helfern am Renntag für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Dass drei Vereine bei einer Veranstaltung an einem Strang ziehen ist schon etwas besonders. Wenn dann die Koordination und Veranstaltungsleitung noch einem Nudelhersteller obliegt, kann man sicherlich von etwas Einmaligem sprechen. »Das hat sich vor gut 15 Jahren so entwickelt«, erklärt Matthias Klumpp, Marketingleiter von Alb-Gold Teigwaren. Ohne die drei Vereine wäre eine solche Mammutveranstaltung mit 1 400 Sportlern nicht zu meistern. Der größte Arbeitsaufwand gehört der Ausschilderung, Absperrung und Sicherung der Strecke, die sich von Münsingen durch das Lautertal bis beinahe nach Trochtelfingen und wieder zurückzieht. Die Arbeit teilen sich die Vereine und jeder hat seinen Abschnitt zu erledigen. »Wenn der Startort Münsingen ist, dann haben wir nicht so viel Arbeit«, erklärt Alexander Ulmer vom TSV Mägerkingen. Aber auch in diesem Fall ist er mit seinen Helfern und drei bis vier Fahrzeugen im Einsatz, um Gitter, Verkehrszeichen und Absperrbänder auf die drei unterschiedlich langen Strecken zu bringen. »Zudem machen wir in diesen Jahren noch eine große Verpflegungsstelle. Insgesamt sind so etwas mehr als 60 Helfer im Einsatz«, führt der Streckenchef weiter aus.

Meidelstetter Meile
Verpflegung ist auch das Stichwort in Meidelstetten. Schon immer ging die Strecke durch oder am Ort vorbei. Seit nunmehr drei Jahren versucht der Verein hier ein Stimmungsnest aufzubauen. »Schön ist, dass wir mitten auf der Strecke liegen und die Teilnehmer jedes Jahr durchfahren«, betont Robert Höhn vom SSV Meidelstetten. »Wir wollen die Trophy als kleines Dorffest bei uns etablieren und sind an die Organisatoren mit der Idee der Meidelstetter Meile herangetreten.« Mit Musik, Weißwurstfrühstück und einem zusätzlichen Kommentator ist der Verein mit am Start. Teilnehmer passieren zweimal den Streckenabschnitt und können so mehrfach durch Anfeuerungsrufe zu Höchstleistungen animiert werden. Anmeldungen sind am Renntag noch möglich, falls die Grenze von 1 400 noch nicht überschritten ist.     –rw