REUTLINGEN. Noch denken die meisten nicht so richtig an Ausflüge mit dem Fahrrad. Profis wie David Horvath dagegen stehen schon voll im Saft und haben den einen oder anderen Trainingskilometer auf dem nackten Sattel geritten. Gerade erst kam der Reutlinger, der nun in Freiburg lebt, in Furtwangen studiert und für das Hamburger Stevensteam das Trikot in die Welt der U 23 Mountainbiker hinausträgt, von einem Etappenrennen über rund 200 Kilometer auf der Ferieninsel Lanzarote zurück.
Das Ergebnis war für den ehrgeizigen Architektensohn nicht vorrangig, »es war ein klasse Training unter Wettbewerbsbedingungen«, so der 21-Jährige. Horvath konzentriert sich nach einer für ihn nicht so erfolgreichen Saison jetzt noch mehr auf seinen Sport, weil ihn das »wurmt, nicht gezeigt zu haben, was ich wirklich kann«. Deshalb hat der Student viel investiert in die Vorbereitung, die nun in die letzte Phase geht.
Am morgigen Freitag reist er mit dem Nationalkader nach Gran Canaria für den letzten Feinschliff für die harte Rennsaison. Denn danach geht es so richtig los. Ein Cross Country-Rennen im spanischen Valladolid, eines in Marseilles und dann startet auch schon Anfang April in Heubach die Bundesligasaison. Dort will er sich wieder zeigen, besonders in der Sprintdisziplin, aber vor allem auch in den Weltcups. Die stehen im Mai erstmals im Terminkalender. Zuerst im tschechischen Nove Mesto, »an diese Strecke hab ich sehr gute Erinnerungen« sowie anschließend in Albstadt. David Horvath nimmt seinen Sport Ernst und fühlt sich auch in seinem neuen Team pudelwohl. Die Voraussetzungen scheinen zu passen. Es fehlen die Ergebnisse.     –diet