ROTTENBURG. Für die Stadtverwaltung und die gesamte Stadt Rottenburg sei die Einweihung des Rathausanbaus ein »Festtag«, sagte Oberbürgermeister Stephan Neher am Samstag beim Festakt im Innenhof des Rathauses. Zur Einweihung waren auch Landrat Joachim Walter sowie der Regierungspräsident Klaus Tappeser gekommen. Der evangelische Pfarrer Tilman Just-Deus und Dompfarrer Harald Kiebler segneten die Räume. Im Trauzimmer wurde auch ein gesegnetes Kreuz aufgehängt. Am Samstag präsentierte die Stadtverwaltung nach dem Eöffnungsfestakt den ganzen Tag über den Rathausanbau mit einem Tag der offenen Tür. Hier kamen große und auch kleine Bürger auf ihre Kosten.

Die gesamte Bevölkerung war eingeladen, sich ein Bild von den gelungenen Räumen im Anbau und im gesamten Ensemble der Rathäuser zu machen. Ein buntes Programm war auf die Beine gestellt worden, etwa mit einer Hausrallye für die kleinen Besucher oder für Familien. Hier konnten verschiedene Fragen beantwortet werden, etwa zum Parkscheinautomatenkonzept der Stadtverwaltung, zum neuen Trauzimmer oder zur Lagerung der Bebauungspläne.Dabei gab es tolle Preise zu gewinnen. Auch der Dreh am Glücksrad brachte den besonderen Kick. Im Trauzimmer gab es eine Baustellendokumentation zu sehen. Wer wollte, beteiligte sich an den Wasserspielen der Feuerwehr auf dem Parkdeck des Rathauses - die warmen Temperaturen ließen es jedenfalls zu. Es gab Führungen durch das neue Heizsystem im Gebäude Alte Welt, zudem konnte man selbst Entdecker spielen im neuen Rathaus, in dem auch das Landratsamt mit seinem Jugend- und Familienberatungszentrum untergekommen ist.

Das neue Trauzimmer wurde mit dem Brautpaar Stephanie Friedrichson und Dennis Brinkmann eingeweiht. Ein Fotoshooting mit Rosi, dem Maskottchen der Stadtwerke rundete den Nachmittag ab. Zwei Jahre Bauzeit nahm die Fertigstellung des neuen Rathausanbaus in Anspruch. Schön, hell und freundlich sind die neuen Räume geworden, geschlossen wurde mit dem Anbau die Lücke zwischen dem historischen Hauptgebäude, dem Ordnungsamt und dem ehemaligen Altenwohnheim in der Oberen Gasse. Mit Zugängen auf verschiedenen Seiten und Ebenen schafft der Anbau eine barrierefreie Verbindung zwischen den verschiedenen Gebäudeelementen. Sieben neue Etagen bieten nun Platz für dringend benötigte neue Büros, zudem entstand ein Aufzug. Architekt Herr Ackermann überreichte der Verwaltung und OB Neher einen gebackenen Schlüssel aus Hefeteig, der natürlich den Zuschauern angeboten wurde. Vergessen war beim Eröffnungstag die schwierige Baustelle und auch das mehrmaligeAnsteigen der Baukosten, die am Ende 7,33 Millionen Euro betrugen.                                                                                                                                                –aba