METZINGEN. Seit Montag ist die Ulmer Straße voll gesperrt. Wir reden nicht von irgendeiner Nebenstraße, sondern von der früheren Hauptdurchgangsstraße. Versprochen hatte die Stadtverwaltung, dass die Großbaustelle durch die sich täglich bis zu 14 000 Fahrzeuge quälen bis Weihnachten 2018 abgeschlossen sein sollte. Seit Juli wird in verschiedenen Abschnitten gebaut, zwei Monate lang im Sommer war die Straße schon komplett gesperrt. Nun erfreut die Stadtverwaltung die Autofahrer mit neuen Hiobsbotschaften. Von der Ecke Schloßstraße bis zur Ecke Eisenbahnstraße ist die Ulmer Straße komplett dicht. Um die Sperrungs- und Umleitungszeit möglichst kurz und übersichtlich zu halten, verspricht das Bauamt, werden gleichzeitig drei Maßnahmen von drei unterschiedlichen Bauunternehmen realisiert: Ecke Schloßstraße wird zuerst der Kran der zum Anbau an das Hotel Schwanen benötigt wurde, abgebaut. Direkt im Anschluss beginnen die Stadtwerke Metzingen dort mit unterirdische Leitungsarbeiten.

Gleichzeitig werden zwischen Schwanengässle und Eisenbahnstraße die letzten Arbeiten der Sanierung und Leitungsarbeiten durchgeführt. Auch hierfür muss die gesamte Fahrbahn gesperrt werden, allerdings wird vorerst noch die Ausfahrt aus der Marienstraße über die Ulmer Straße Richtung Neuhausen möglich sein. Das Ende der Vollsperrung ist für den Freitag, 8.März geplant. Bereits jetzt wird aber vorgebeugt: »Die Freigabe der Ulmer Straße könnte sich aber bei widrigen Umständen noch bis zum 15. März verschieben. Der Verkehr wird laut Verwaltung großräumig umgeleitet.
Die Baumaßnahme ist nicht ganz unumstritten: die Fahrbahn der Ulmer Straße wird verengt und später mit einem lärmoptimierten Asphalt ausgestattet. Zudem entstehen 22 neue Parkplätze und die vorhandene Bushaltestelle soll barrierefrei umgebaut werden. Auch die Rad- und Gehwege werden verbessert. Ob mit dieser Baumaßnahme eine optische Aufwertung der Straße erreicht wird, ist eine Frage, über die sich trefflich streiten lässt. Dass der künftige Verkehr in der Ulmer Straße verlangsamt wird, dürfte Fakt sein, zum einem wegen der Verschmälerung der Straße von neun auf 7,5 Metern, zum anderen weil schon vor der Verschmälerung die Autos sich morgens und abends nur im Schritttempo durch die Straße quälten. Und mit den 22 neuen Parkplätzen gibt man den Outlet-Touristen die Chance im Schleich- und Suchverkehr einen der freien Plätze zu ergattern, die aber laut Planung eigentlich für die Anwohner vorgesehen sind.

Auch am anderen Ende von Metzingen ist mit Behinderungen zu rechnen, denn an der Nordtangente wird gebaut: Seit gestern bis Montag, 4. März, wird die Hexham-Allee, wie das nördliche Teilstück getauft wurde, zwischen Ecke Gutenbergstraße und Ecke Max-Plank-Straße, wegen Leitungsarbeiten halbseitig gesperrt. Der Verkehr Richtung Neugreuth wird über die Gutenbergstraße und die Max-Plank-Straße umgeleitet. Lenker von Schwerlastverkehr oder von langen Gespannen werden gebeten, vor Fahrtantritt mit der Stadt Metzingen Rücksprache zu halten. Bereits am Montag, 18. Februar haben die Arbeiten zur Erneuerung der Fahrbahnoberfläche in der Zwerbachstraße im Ortsteil Glems begonnen. Die Fertigstellung ist zum 1. März vorgesehen. Bis dahin ist mit Behinderungen in diesem Bereich zu rechnen. Für Rückfragen können sich Bürger an die Stadtverwaltung, Fachbereich Straßenbau, unter der Telefonnummer 0 71 23/92 53 91 wenden.                                                                                                             –ber