MARBACH. Sie sind fast alle dabei: die Marbacher Vielseitigkeit vom 8. bis 12. Mai verspricht eine großartige Konkurrenz. Aus mindestens elf Ländern haben sich Weltklassereiter angemeldet dazu kommt noch die Equipe aus Deutschland.

Michael Jung dabei

Vor allem Michael Jung, der Vielseitigkeitsüberflieger aus Horb, mehrfacher Welt- und Europameister, mehrfacher Olympiasieger sattelt seine vierbeinigen Partner genauso wie Andreas Dibowski, Frank Ostholt oder Lokalmatador Dirk Schrade. Der Gomadinger will erneut versuchen, diesen Klassiker – seinen Heimwettkampf – erstmals zu gewinnen. Doch dieses Mal steht noch ein anderes Ereignis im Mittelpunkt. Die Vielseitigkeit 2019 wird überschattet durch den Tod des Mannes, der jahrelang dieses hochkarätige Turnier geprägt hat oder besser gesagt mit seinem Engagement mit seinem Einfallsreichtum, mit seiner Menschen- und Tierliebe das Turnier zu dem gemacht hat, was es heute ist. Eine Institution im Kalender der Vielseitigkeit mit internationalem Renommée. Gerd Haiber kam im vergangenen Jahr bei einem Autounfall ums Leben und seine Freunde und Weggefährten wollen und können ihn auch nicht vergessen. Deshalb steht ein sehr emotionaler Moment im Programm.

Am Turnierfreitag um 17 Uhr treffen sich Reiter, Freunde und Weggefährten des langjährigen Marbacher Gelände-Parcourschefs im sogenannten Eichelesgarten, dem Kernstück der Marbacher Geländetrecken. Dort wird ein Gedenkstein, ein Findling von seiner Heimat, der Schwäbischen Alb, zu Ehren des Mannes enthüllt, der dieses Turnier so lange geprägt hat. Und ein Gerd-Haiber-Gedächtnispreis wird in diesem Jahr auch erstmals verliehen - ein Sonderpreis für den »Rookie«, den bestplatzierten der Reiter, die in Marbach ihr Vier-Sterne-Debüt geben. Eine schöne Geste. –diet/rw