ROTTENBURG. In der Bischofsstadt brodelt es derzeit in der Lokalpolitik: Unzufriedene Stadträte, Ortschaftsräte und Bürger gründeten die neue Liste »Für alle in Rottenburg.« Politikverdrossenheit, Unzufriedenheit mit der Verwaltungsspitze und der Wunsch, es besser zu machen und nah am Bürger zu sein, bewog Volkmar Raidt und Meinrad Kreuzberger, die Wählervereinigung »FaiR« ins Leben zu rufen. Bei der Nominierungsveranstaltung stellten sich alle 32 Kandidaten sowie auch zwei Ersatzkandidaten der Öffentlichkeit vor. Die Liste ist ein bunter Mix verschiedenster Berufe und Menschen jeglicher Altersgruppe – vom Jugendlichen bis hin zu Senioren. Berufe und Alter spiegeln ein breites Bild der Rottenburger Bevölkerung und der Teilgemeinden. Vom Arzt bis zum Juristen oder Ingenieur reichen die Berufe, auch viele Handwerker und Handwerksmeister sowie Krankenschwestern oder Rentner, Hausfrauen und Lehrer finden sich hier wieder.

Meinrad Kreuzberger ist es ein Anliegen, dass mit viel Schwung »Rottenburg aufgemischt wird.« Volkmar Raidt hatte den Ball angestoßen – die Aussichten, dass etwas Gutes daraus wird, seien gut. Alle zwei Monate will sich die Liste nun treffen und die Themen der Bürger in den Gemeinderat tragen, wenn eine Fraktion zustande kommt. Man wolle einen guten Wahlkampf machen, so Raidt. Auch wolle man der derzeitigen »Kuschelpolitik« in Gemeinderat und Rathaus etwas entgegensetzen. Raidt setzt nun auch auf mögliche Koalitionen im Gemeinderat - »vielleicht kann man so etwas voranbringen und bewirken.« Derzeit sei die Situation unbefriedigend, vieles werde abgenickt.

Bürger wollen mitreden

Auch am Thema Gewerbestrategie der Stadt sei deutlich geworden, dass die Bürger wie im ersten Bürgerentscheid geschehen, mitreden wollen. Seit dem Bürgerentscheid in Rottenburg gebe es bei vielen ein größeres Interesse an der Kommunalpolitik. »Es hat einen Ruck gegeben«, bilanzierten Kreuzberger und Raidt.

Die Kandidaten

Auf der Liste »Für alle in Rottenburg« (FaiR) sind nachfolgende Personen nominiert: Platz 1: Volkmar Raidt, Platz 2: Gabriele Mauthe (Ergenzingen), Platz 3: Helmut Geiger (Seebronn). Es folgen in dieser Reihenfolge: Christian Trott (Rottenburg), Manfred Kaiser (Hailfingen), Renate Holzmann (Ergenzingen), Bernhard Löffler (Rottenburg), Margit Kaltenmark (Weiler), Erwin Raible (Ergenzingen), Reinhold Haspel (Rottenburg), Tanja Schmidt (Rottenburg), Patrick Gouiziou (Kiebingen), Meinrad Kreuzberger (Kiebingen), Gabi Ottmar (Baisingen), Hans-Jürgen Herty (Ergenzingen), Ronald Smolka (Kiebingen), Susanne Ramsperger (Eckenweiler), Katrin Brandl (Dettingen), Steffen Gruber (Wendelsheim), Jürgen Haug (Rottenburg), Oswald Bachmann, Kiebingen, Roman Raidt (Kiebingen), Michaela Rockenstiehl (Rottenburg), Peggy Fauser (Wurmlingen), Rainer Hegen (Rottenburg), Karin Wolf (Oberndorf), Albert Birkle (Schwalldorf), Irene Siess (Hailfingen) sowie ebenfalls aus Hailfingen: Reinhard Zoll, Gerhard Hoffmann, Beate Edel, Raphael Lutz-Hill. Als Ersatzkandidaten wurden von der Versammlung gewählt: Sandra und Carina Kaltenmark.                                                                                                                                                                                                                         –aba