Kinderhaus in Neuhausen. Metzingens Ortsteil Neuhausen bekommt ein Kinderhaus. Der Standort soll allerdings nicht, wie bisher geplant, im Neubaugebiet Amtäcker-Brühl sein, sondern an der Ermsstraße. Dass in Neuhausen dauerhafter Bedarf an zusätzlichen Kinderbetreuungsplätzen besteht ist kein Geheimnis. Mitte 2018 ging man von einem akuten Bedarf an zwei Kleinkind- und zwei Kindergartengruppen aus, die als Einheit an einem Standort realisiert werden sollten. Dafür war Amtäcker-Brühl vorgesehen. Schnell stellte sich aber heraus, dass dort aus Nutzersicht nur ein dreigruppiges Kinderhaus realisierbar wäre. So kam die Ermsstraße in die Diskussion, obwohl das Grundstück der Holy AG gehört. Die Formalitäten sind geklärt – aller Voraussicht nach gibt’s auf der heutigen Gemeinderatssitzung für das neue Kinderhaus mit fünf Gruppen grünes Licht. Laut Verwaltung fügt sich die dort herrschende Mischgebietsnutzung in die umgebenden und hier zusammenkommenden Nutzungen ein: Mischgebiet im Osten und Süden, Gewerbegebiete im Westen und Wohngebiet im Norden. Dabei seien die Belange der bestehenden Gewerbebetriebe zu beachten und Einschränkungen zu vermeiden. Ebenso müsse darauf geachtet werden, dass der Betrieb des Kinderhauses nicht durch die Firmen gestört werde. Neben den Vorteilen verweist die Verwaltung noch auf die gute, zentrale Lage im Siedlungsgefüge, die gute Verkehrsanbindung (Fußweg zur Klosterstraße, Wohnsammelstraße Theodor-Heuss-Straße, Fußgängerampel, Bushaltestelle, direkte Anbindung an eine Hauptverkehrsstraße) und dass das Ermsgehölz durchaus als Schattenspender tauge
 

Vier Diesel für die Stadt. Der Gemeinderat entscheidet heute über einen notwendigen Ersatz von vier Fahrzeugen, die bislang hauptsächlich bei der Grünpflege eingesetzt wurden. Ein normaler Vorgang sind die alten Dieselfahrzeuge doch 18 beziehungsweise 16 Jahre alt und die Reparaturkosten stiegen von Jahr zu Jahr. Zudem droht den alten Transportern im Sommer dieses Jahres der Tüv. Die Fahrzeuge sollen nun durch vier VW Crafter zum Teil mit Allradgetriebe ersetzt werden. Alternative Antriebsarten wie beispielsweise Erdgas, Elektroantrieb, Hybrid waren bei der Ausschreibung zugelassen und wären auch mit einem Wertungsbonus versehen gewesen. »Wir haben jedoch nur Angebote für Dieselfahrzeuge erhalten«, teilt die Stadt mit. Die Kosten belaufen sich insgesamt auf rund 200 000 Euro. Ein bezeichnendes Licht auf den Stand der Elektromobilität in Deutschland wirft auch die im Vorfeld der Ausschreibung vorgenommene Recherche der Verwaltung anhand der Leistungsbeschreibung für die Kleintransporter, ob es auch Elektrofahrzeuge gäbe, wie sie von der Stadt benötigt würden. Es wurde jedoch der Verwaltung von mehreren Seiten mitgeteilt, dass es bisher keine Modelle mit der geforderten Ausstattung auf dem Markt gibt (insbesondere mit Doppelkabine, Zuladung, Motorleistung etc.). Insofern wurde darauf verzichtet, explizit eine Ausschreibung für Fahrzeuge mit einem Elektroantrieb zu machen, da die Stadt auf solch eine Ausschreibung wohl keine Angebote erhalten hätte.