Sportlich knapp gescheitert, aber zahlenmäßig ein Aufsteiger: Über solche Nachrichten freut sich nicht nur der Bürgermeister. In der Gemeinde Lichtenstein steigen die Einwohnerzahlen, es werden wieder mehr Kinder geboren. Da passt es wunderbar, dass die Gemeinde nun einen Waldkindergarten hat. Am Ameisenweg zwischen Holzelfingen und Traifelberg leitet Jessica Schmidt die Gruppe Albwusler. 13 Kinder vergnügen sich momentan in der Natur und lernen viel fürs Leben.
Viel fürs Gemeinschaftsleben gebracht hat das Gemeindefest. Da scheint sich ein neues Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln. Erstmals seit Jahren veranstalteten 16 Vereine gemeinsam ein Gemeindefest. Früher war es die Marktplatzhockete, die als Höhepunkt in der Jahresmitte galt, doch diese ist eingeschlafen. Nun haben sich die Vereine aus Unterhausen, Honau, Holzelfingen zusammengetan und ein Gemeindefest auf die Beine gestellt. Anfangs gab es zwar ein paar Hindernisse zu überwinden, doch das Fest an sich erlebten viele als »familiär«. Das freut nicht nur den Bürgermeister. »Es ist schön, dass es am Ende so harmonisch lief. Alle zogen eine positive Bilanz, es war ein Ansporn es mal wieder zu machen«, sagt Peter Nussbaum und sprach von einem Meilenstein. Der nächste Meilenstein in seiner persönlichen Lebensgeschichte wartet im Herbst auf ihn und die Gemeinde. Dann sind
rund 7 100 Lichtensteiner aufgefordert, über die Bilanz des Schultes zu urteilen. Am 21. Oktober stehen Bürgermeisterwahlen an, dann stellt sich der 49-Jährige, der wieder antreten wird, erstmals dem Wählervotum. Noch gibt es keinen Gegenkandidat, aber das ist ja auch noch a bissle früh. Bewerbungsschluss ist am 24. September. Sollte es beim ersten Wahlgang keine Sieger geben, wird am 11. November endgültig entschieden, wer die Geschicke in Lichtenstein in den kommenden acht Jahren bestimmt.

Spielplatz eingeweiht
Die Geschicke bislang waren vor allem auch bestimmt durch das integrierte Gemeindeentwicklungskonzept, das die Bürger gemeinsam mit der Verwaltung erarbeitet haben. Dazu gehören auch Spielplätze. Ein prachtvolles Exemplar dieser Gattung wurde hinter der Lichtensteinhalle errichtet und seiner Bestimmung übergeben. Auch das Bürgerbüro hat seinen Betrieb aufgenommen, es dient als Anlaufstation und Veranstaltungsort für die Lichtensteiner in den ehemaligen Räumen der Post. Dort ist der Bürgertreff untergebracht, der Seniorenmittagstisch, der sich steigender Nachfrage erfreut, trifft sich hier regelmäßig und ein Elterncafé gibt es auch.

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Bürgerbusfahrer gesucht
Ab Herbst soll es noch einen Bürgerbus geben, der zu bestimmten Zeiten fährt. »Wir versprechen uns damit eine Verbesserung der Mobilität in der Gemeinde, vor allem für die älteren Mitbürger«, so Nussbaum.
Ein geeignetes Fahrzeug dafür, ein Ford Transit, ist schon bestellt, die Verwaltung ist im Gespräch mit ehrenamtlichen Fahrern und sucht noch händeringend nach Bürgern, die sich bereit erklären, Fahrdienste zu übernehmen.

Schnelles Internet
Schnellere Internetdienste können rund 3400 Lichtensteiner Haushalte erwarten. Der Breitbandausbau treibt die Verwaltung um, nach und nach werden Leitungen für schnelles Internet gelegt um eine einheitliche Versorgung zu gewährleisten. Startschuss dafür ist im August. Kurze Zeit später beginnt auch wieder die Handballsaison. Dann wagt die erste Handball-Mannschaft von SGOU einmal mehr den Versuch, in die Württembergliga aufzusteigen. In der abgelaufenen Saison scheiterten die Männer nur knapp. Doch diesmal sorgt die Gemeinde für einen Bonus: Sie verlegt in der Ernst-Braun-Halle einen neuen Hallenboden, der flächenelastisch ist und der die Verletzungsgefahr verringern soll. Vielleicht hilft es ja den Handballern, damit sie das letzte Stück schaffen, um im kommenden Jahr einen Aufstieg zu feiern. Wir drücken die Daumen.     –diet