HOLZELFINGEN. Für manche Holzelfinger ein Segen – die Steinschlagschutzmaßnahmen auf der Holzelfinger Steige könnten bis ins Frühjahr oder Frühsommer andauern. Solange bleibt die Verkehrsverbindung zwischen Lichtenstein-Unterhausen und Holzelfingen gesperrt. Die sportlichen Ambitionen, bis Weihnachten fertig zu sein, hat Arndt Schäfer vom Kreis-Straßenbauamt mittlerweile aufgegeben. Rein technisch wäre es möglich gewesen, doch mussten die Verantwortlichen aufgrund der Umstände das Bohrverfahren ändern. Nun dauert es länger. Der Weihnachtsmann muss sich wohl eine andere Route nach Holzelfingen überlegen.

Man genießt die Ruhe
Für die Ortsansässigen könnte es daher dieses Jahr tatsächlich ein Fest der Ruhe und des Friedens werden. Keine Schwerlast-Lkws, die über die Steige hoch in die Ortschaft rumpeln. Man könnte die Lage generell als sehr verkehrsberuhigt bezeichnen. Einziger Wehmutstropfen - Die Autofahrer und die Schulbusse müssen bis ins nächste Jahr noch einen Umweg fahren, wenn sie von der Alb hinunter oder hinauf wollen.

Maßnahmen dringend
notwendig
Aus einem Ingenieurgeologischen Gutachten zur Steinschlag- und Felssturzgefährdung des Landesamtes für Geologie, Rohstoffen und Bergbau (LGRB) im Regierungspräsidium Freiburg ging hervor, dass 85 Felspartien zu bearbeiten sind. 35 davon galten als dringlich und hätten den Winter wohl nicht überstanden, was zu einer hohen Gefährdung der Verkehrsteilnehmer geführt hätte.
Nun sollen die Hänge mit rund 840 Meter Steinschlagschutz, in Form eines Netzes, gesichert werden. Etwa 84 vier bis 5 Meter hohe Stützen werden in den Hang gebohrt, woran die Netze befestigt sind. Im Rahmen der Schutzmaßnahmen werden auch alte Felssicherungen erneuert. Die voraussichtlichen Gesamtkosten für die Sicherungs-Maßnahme belaufen sich auf rund
1, 1 Millionen Euro. 
Über das Ende der Bauarbeiten lässt sich momentan nur spekulieren. Das Ganze ist extrem wetterabhängig. Wenn die Bedingungen so bleiben wie jetzt, könnte März nächsten Jahres realistisch sein. Doch wenn der Winter mit kalten Temperaturen und Schnee hereinbricht, wird sich alles verzögern. Denn dann ist es unter anderem für die Arbeiter zu gefährlich, an den Hängen herumzukraxeln.     –boe