TÜBINGEN/NÜRNBERG. Bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften präsentierten sich die mit fünf Athleten angereiste LAV Stadtwerke Tübingen glänzend. Überragend: Der zweite Meisterschaftsgewinn durch Hürdensprinter Gregor Traber und der Vizetitel durch Stabhochspringer Torben Laidig. Auch Yougster Robert Baumann zeigte ein starkes Rennen über
3 000 Meter Hindernis.

So ganz zufrieden war Gregor Traber mit seinem Lauf nicht, obwohl er gerade souverän seinen zweiten Meistertitel über 110 Meter Hürden im Max-Morlock- Stadion in Nürnberg nach Hause gebracht hatte. Dabei hämmerte Traber im Finale in 13,37 Sekunden bei suboptimalen Bedingungen abermals eine starke Zeit auf die Tartanbahn und kann sich nun gezielt auf die EM in Berlin in zwei Wochen vorbereiten. »Es war kein runder Lauf, zufrieden bin ich damit nicht«, äußerte sich Traber danach selbstkritisch auf leichtathletik.de, »aber ich will den Titelgewinn nicht schlechtreden. Dass es nach 2015 zum zweiten Mal hier in Nürnberg mit Gold geklappt hat, ist sehr emotional.«

Schwierige Verhältnisse
Als Sechster der Meldeliste mit einer persönlichen Bestleistung von 5,60 Metern musste sich Stabhochspringer Torben Laidig starker Konkurrenz entgegenstellen. Er hat bereits die EM- Norm überboten, ebenso wie sieben weitere deutsche Athleten. Mit einem sehr souveränen Auftritt empfahl Laidig sich für die Heim-EM. Als Zweiter musste Laidig sich lediglich Bo Kanda Lita Baehre geschlagen gegeben. Bei schwierigen Wetterbedingungen blieb der Tübinger Stabhochspringer bis 5,50 Meter fehlerfrei, scheiterte aber drei Mal an dieser Höhe.

Baumanns Bestzeit
Für Robert Baumann war es erst die zweite Deutsche Meisterschaft bei den »Großen«. Der 20-jährige Jurastudent zeigte mit einem taktisch klugen Lauf, dass er sich nicht verstecken braucht und lief in neuer Bestzeit von 8:50,25 Minuten auf einen sehr guten siebten Platz. »Es hat in Strömen geregnet und es war ein superschnelles Rennen. Ich musste immer kämpfen, dass ich den Anschluss nicht verliere. Ich habe immer ein wenig nach vorne gelinst und noch mal eine letzte gute Runde hingelegt. Damit kann ich eigentlich superzufrieden sein,« analysierte Baumann das Rennen hinterher. Nun stehen für ihn nach einer sehr erfolgreichen Saison noch die DM mit der 3 x 1000 Meter Staffel in Rostock am nächsten Wochenende an.
Ihre Saisonbestleistung von 4,05 Metern überbot Stabhochspringerin Martina Schultze bereits im zweiten Sprung. Nach diesem guten Einstieg scheiterte Schultze jedoch drei Mal an der nächsten Höhe, war aber da nicht die Einzige. Letztlich belegte sie mit guten 4,15 Metern somit Rang 9.
Timo Göhler hat zwar die Norm für die EM über 10 000 Meter überboten, hat aber nur die viertbeste Zeit und damit keine Nominierungschancen für die EM. Mit einer persönlichen Bestleistung von 13:53,33 Minuten war Göhler als Achtbester zur DM angereist. In einem taktischen Rennen musste er sich in 14:33,89 Minuten letztlich als 16. zufriedengeben.     –tw