TÜBINGEN. Während die Einen sich mit Bestleistungen ins Finale katapultierten und dort noch mal auftrumpfen konnten, lief dieser Saisonhöhepunkt für andere nicht so wie erhofft.
An diesem Wochenende lagen Freud und Leid für die jungen Leichtathleten der LAV Stadtwerke Tübingen eng beieinander. Den Auftakt zu der dreitägigen Veranstaltung machte Janina Ruf über 1 500 Meter der weiblichen Jugend U 18. Die noch dem jüngeren Jahrgang angehörende Ruf qualifizierte sich souverän und mit sehr viel Übersicht in neuer persönlicher Bestleistung von 4:49,16 Minuten für das Finale am folgenden Tag. Und auch dort zeigte die junge Läuferin ein bärenstarkes Rennen und lief im Verfolgerfeld erneut in einer PB von 4:47,11 Minuten auf den 5. Platz. 
Über die doppelte Distanz im Finale der 3 000 Meter startete U18-Langstrecklerin Jule Vetter. In einem sehr großen Teilnehmerfeld entwickelte sich ein unruhiges Rennen, sodass Vetter nie richtig in ihren Rhythmus finden konnte und am Ende in 10:45,10 Minuten auf dem 15. Platz landete. 
Eine Leistungsexplosion zeigte Kristina Stern in ihrem letzten Jugend-Jahr. Über 100 Meter qualifizierte sich Stern in 12,04 Sekunden für den Zwischenlauf und konnte diese starke neue Bestzeit dort in 12,07 Sekunden erneut bestätigen, sodass sie nur knapp das Finale verpasste und am Ende einen sehr guten 13. Platz erreichte. Und das war Stern noch nicht genug: Auch über 200 Meter sprintete sie unerwartet ins B-Finale in 25,17 Sekunden, eine Bestleistung, die sie in ihrem allerletzten Rennen in der U20 erneut abrufen und damit den 16. Platz belegen konnte. »Sie hat sich damit in eine ganz andere Liga hineingelaufen«, sagte Trainerin Isabelle Baumann danach begeistert, »und hat in beiden Läufen super ausgesehen. Es war also echt ein hervorragendes Wochenende für Krissi.«
Nach einem souveränen Vorlauf über 1 500 Meter der männlichen Jugend U20, bei dem sich Robert Baumann in 4:03,24 Minuten als Zweiter locker für das Finale qualifizieren konnte, hatte Baumann am nächsten Tag wieder mal kein Glück. Mit einer Zeit von 4:08,78 Minuten landete er nur auf dem 8. Platz, nachdem das Rennen im Sprint entschieden wurde. »Es war ein komplett verkorkstes Finale und er ist nie richtig in den Lauf reingekommen«, analysierte Coach und Mutter Baumann danach. Sehr enttäuscht war Martha Mildner, die beim Speerwurf in der weiblichen Jugend U18 mit 37,51 Meter lediglich Platz 25 belegen konnte und deutlich hinter ihrer Bestleistung blieb. Den Schlusspunkt hinter ein langes Meisterschaftswochenende setzte die Staffel der Männer über 3x1000 Meter in der Besetzung Yannick Markhof, Peter Obenauer und Theo Haug. In 7:42,14 Minuten liefen sie ein gutes Rennen und landeten schließlich auf Platz 16.     –tw
 
Fotostrecke 4 Fotos