Nachwahl: Der Kreismitgliederversammlung von Bündnis 90/Die Grünen Tübingen hat die 34-jährige Tübingerin Nina Elicker neu in den Vorstand des Kreisverbandes gewählt. Die Nachwahl eines offenen Frauenplatzes im Kreisvorstand war aufgrund einer im Februar diesen Jahres verabschiedeten Satzungsänderung notwendig geworden.
Alkohol. Auf den Tübinger Oberbürgermeister ist Verlass. Kaum hatte die Landesregierung in einer Polizeigesetznovelle örtlich begrenzte Verbote von Alkoholkonsum beschlossen, stellte sich Boris Palmer spontan dahinter. Palmer hat sich unter anderem damit auseinanderzusetzen, dass auf der Platanenallee junge Menschen vielfach nachts mit Alkohol zugeschüttet und rumkrakeelt hatten. Dass die Anwohner dies nicht länger ertragen sollten, darüber war man sich in der Verwaltung einig. Die Frage war nur, ob der Gemeinderat dabei mitziehen würde, wenn dieses Votum erforderlich wäre. Wesentlich angenehmer ist für Palmer, dass bei einem Verstoß gegen die Auflage ausschließlich die Polizei eingreifen würde.
Forschungsmittel. Wenn das kein Segen ist. Die Frankfurter Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung bedenkt das Tübinger Senckenberg Centre mit jährlich 2,8 Millionen Euro.
Die Frankfurter Gesellschaft und das Tübinger Forschungszentrum wollen zusammen der Frühzeit des Menschen auf die Spur kommen. Dass Tübingen die Mittel bekommt, ist nicht von ungefähr: Senckenberg-Generaldirektor Prof. Volker Mosbrugger war bis 2005 Hochschullehrer in Tübingen und hat, natürlich, »seine« Uni nicht vergessen.
Straßensperrung. So weit solle es dann offenbar doch nicht kommen, obwohl die Diskussion sehr scharf geführt wird.
Wegen der hohen Schadstoffbelastung soll unter Umständen doch die Mühlstraße für den Autoverkehr gesperrt werden. Dieser Absicht hat sich die IHK Reutlingen vehement entgegengestellt, gleichermaßen auch die Handel- und Gewerbetreibenden.
Der VCD ist da wesentlich rigoroser: Er würde die Autos aus der Mühlstraße verbannen. Die Diskussion geht weiter.     –tw