Ausgekreist. Das hätte die Rottenburger Familie mit Sicherheit geahnt, zunächst aber nicht daran glauben wollen. Recht deutlich hat das Verwaltungsgericht Sigmaringen dem Vater eines Schülers beschieden, dass er nicht damit rechnen kann, dass die Öffentlichkeit (das Land) für die Kosten seiner Schülermonatskarte aufkommt. 41,10 Euro kostet sie, drei Euro bringt der Kreis Tübingen auf. In den 1970er Jahren war das Land gerne eingesprungen, hatte die Aufgabe auf die Landkreise übertragen. Die Pauschale wurde dann, man kennt das aus anderen Bereichen, prompt gekürzt. Inzwischen ist es bei der Kürzung geblieben. Sollte der Kreis jetzt den vollen Umfang tragen, dann müsste er die Summe aus der dann erhöhten Kreisumlage bestreiten – das heißt wieder von den Gemeinden. Die Mittel müssten, darauf hat der Landrat schon hingewiesen, woanders eingespart werden.
Ausgebremst. Da hat sich der Tübinger OB wieder einmal in ein Wespennest gesetzt.
Boris Palmer, fleißiger Facebook-Schreiber, hat sich bei seiner jüngsten Auseinandersetzung mit der, wenn es sie gibt, Flüchtlingskriminalität neuer Anfeindungen ausgesetzt.
Er hielte es vertretbar, sagt er, wenn eine Risikogruppe mit einem DNA-Test erfasst würde.
Oder: Wenn man den noch nicht erfassten Flüchtlingen eine Speichelprobe abnehmen würde, dann könnte man das Problem (zum Beispiel Vergewaltigung)«effektiv begrenzen«.
Man kann über den Sinn streiten, aber vielleicht mal ganz abseits vom Thema: Muss Palmer sich zu allem äußern? Viel Kluges ist dabei nicht herausgekommen. Feinde hat er sich jetzt neue gemacht, auch wenn ihn das gar nicht so schert.     –tw