Vorgewählt. Das erlebt man nicht alle Tage. Zwei Jahre, ehe die Wiederwahl des Tübinger Unirektors angestanden hatte, wurde Prof. Bernd Engler aus der Mitte der Hochschule aufgefordert, doch jetzt schon für weitere acht Jahre anzutreten. Engler, der nach zwei Amtszeiten eigentlich hatte abtreten wollen, hat dem Vernehmen nach zugesagt. Wenn er das bloß nicht bereut. Es ist noch gar nicht so lange her, dass auch dem Kanzler eine frühzeitigere Kandidatur nahegelegt worden war. Auch er hatte damals zugestimmt. 
Vergrämt. Auch das gehört zum Tübinger Alltagsleben. Weil einem Nachbarn an der Steinlach das Baden in dem Bächlein auf den Geist gegangen war, hat ein Mann kotartige Kugeln dort abgelegt. Darauf angesprochen erklärte er knapp, er habe nur biologische »Duftkugeln« verteilt. Und dies, um Ratten zu vergrämen. In seinem Garten habe dies funktioniert. Auch wenn die Polizei bekannt gab, mangels eines Straftatbestands habe man nichts gegen den Mann unternehmen können. Ehrlich: Gestunken haben dürfte es ihnen schon.
Verkauft. Das hat sich jetzt doch wieder ganz gut aufgelöst. Nachdem die EU kritisiert hatte, dass das Land sich in die Holzgeschäfte mit privaten und kommunalen Waldbesitzern zu Unrecht einmische, hat nun das Land verkündet, sich aus wettbewerblichen Gründen aus dem Holzverkauf zurückzuziehen. Tübingens Landrat Joachim Walter spricht nun davon, dass nun »die öffentliche Daseinsfüsorge im Wald erhalten werde« und die Wälder nicht »zum reinen Wirtschaftsgut degradiert« würden«.
Abgestürzt. Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Universität Tübingen simuliert ein mögliches Schicksal der sogenannten Moonlets. Der Mond ist unter den Himmelskörpern der einzige natürliche Begleiter der Erde. Seine Entstehung wirft in der astrophysikalischen Forschung noch immer viele Fragen auf. Und möglicherweise war er einst nicht allein: Neueren Untersuchungen zufolge gab es in der Frühzeit der Erde eine Reihe von kleineren Monden, Moonlets genannt, deren Verschwinden ungeklärt ist. Gemeinsam mit seinen Kollegen Dr. Uri Malamud und Professor Hagai Perets vom Technion Israeli Intitute of Technology in Haifa sowie Christoph Burger von der Universität Wien geht Christoph Schäfer vom Institut für Astronomie und Astrophysik der Universität Tübingen der Frage nach, was aus den Moonlets wurde. Ihre aufwendigen Simulationen ergeben, dass sie auf die Erde gestürzt sein und bei der Kollision die Zusammensetzung ihres Mantels verändert haben könnten.     –tw