Ausgezeichnet. Dr. Tilman Todenhöfer von der Tübinger Universitätsklinik für Urologie erhielt den diesjährigen C. E. Alken-Preis für seine Forschungsarbeiten zur Rolle von Laktattransportern beim muskelinvasiven Blasenkarzinom.
Die mit 10 000 Schweizer Franken dotierte Auszeichnung wurde dieses Jahr geteilt und beim 39. Alken-Preisträger-Treffen jüngst in Rottach-Egern an Todenhöfer und PD Dr. Jörg Ellinger aus Bonn verliehen. In der mit dem Alken-Preis ausgezeichneten Studie untersuchte der Tübinger Urologe beim Harnblasenkarzinom die Rolle von Proteinen, die für die Kontrolle des Laktatstoffwechsels verantwortlich sind. Tumorzellen weisen gegenüber gesunden Zellen einen veränderten Stoffwechsel auf und produzieren erhöhte Mengen an Laktat.
In der in Tübingen und Vancouver durchgeführten Studie konnte gezeigt werden, dass die Hemmung dieser Laktattransporter in Blasentumorzellen den programmierten Zelltod auslöst und sich somit als vielversprechender Ansatz für die Therapie des fortgeschrittenen Blasenkarzinoms eignen könnte.
Für die medikamentöse Therapie steht derzeit nur die Chemotherapie zur Verfügung, die mit nicht unerheblichen Nebenwirkungen verbunden sein kann. Bereits im Juni erhielt der 33-Jährige einen mit 50 000 Euro dotierten Forschungspreis der kanadischen Gesellschaft für Urologie. Im September wurde Todenhöfer mit dem mit 10 000 Euro dotierten Forschungspreis Prostatakarzinom der Deutschen Gesellschaft für Urologie ausgezeichnet.

Ausgezeichnet 2. Sie haben sich ein sehr großes Ziel gesetzt: Leben retten von jungen Menschen, die verzweifeln »Suizidgefahr – Suizidprävention: Jugendliche helfen Jugendlichen in Krisen« konzipiert. Die Landesstiftung Baden-Württemberg förderte das Projekt für eine Laufzeit von drei Jahren.
Mitgründer war außerdem die Erwin-Ringel-Stiftung, die durch die Initiative des Arbeitskreises Leben e.V. (AKL) Reutlingen/Tübingen entstand und den AKL mit der konkreten Umsetzung des Projektes beauftragte. Nun erhielt das Projekt den Deutschen Engagementpreis, der in der Preisverleihung in Berlin seinen Höhepunkt fand. Nach einer ergreifenden Laudatio von Teresa Enke, der Witwe des ehemaligen Fußball-Nationaltorwarts Robert Enke, der sein Leben durch Suizid beendet hatte, wurde die Online-Beratung Youth-Lifeline mit einem Preisgeld von 5 000 Euro geehrt.

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Ausgezeichnet 3. Der Flüchtlingsstrom reißt nicht ab und Kanzlerin Angela Merkel bleibt dabei: Wir schaffen das. Wir das sind diejenigen, die es umsetzen müssen, beispielsweise das Landratsamt oder auch die vielen Tausenden von Ehrenamtlichen, die bis an die Erschöpfungsgrenze helfen.
Der Druck des Flüchtlingsstroms ist allerdings nun so groß geworden, dass das Landratsamt auch personell handeln musste. Es wurden auf einen Schlag 144 neue Stellen beantragt, die vor allem für die Betreuung der Flüchtlinge vorgesehen sind.
Doch damit nicht genug. Sie müssen ja auch irgendwo unterkommen, also braucht es auch noch einen Anbau ans Landratsamt, der drei Millionen Euro verschlingt. Der Kreistag genehmigte den Antrag des Landrats.     –diet/tw