Auszeichnung. Die Universität Tübingen zeichnet niederländischen Archäologen für Methode aus, mit der sich Neandertaler und anatomisch moderne Menschen in Grabungsschichten nachweisen lassen.
Den Tübinger Förderpreis für Ältere Urgeschichte und Quartärökologie geht in diesem Jahr an Dr. Frido Welker von der Universität Kopenhagen. In seiner Dissertation untersucht er archäologisches Material aus der Periode der letzten Neandertaler und der ersten modernen Menschen.
Der Förderpreis wird am Donnerstag, den 1. Februar um
11 Uhr im Fürstenzimmer auf Schloss Hohentübingen (Burgsteige 11) verliehen. Der mit 5000 Euro dotierte Förderpreis für Urgeschichte und Quartärökologie ist von der Mineralwassermarke EiszeitQuell gestiftet und wird in diesem Jahr zum 20. Mal verliehen.
Tausch. Das »Schauwerk« Sindelfingen tauscht passend zum Abiturthema »Verkörperungen« temporär zwei zeitgenössische Skulpturen des Künstlers Antony Gormley gegen eine antike Plastik aus der Abguss-Sammlung der Klassischen Archäologie im Museum alte Kulturen auf Schloss Hohentübingen.
Für das Frühjahr 2018 plant das »Schauwerk« Sindelfingen eine Neupräsentation des Studiensaals zu Antony Gormley und kooperiert dabei eng mit dem Museum der Universität Tübingen MUT.
Als Highlight wird ein Abguss der antiken Statue des sogenannten Diadumenos – die bereits im Altertum zu den berühmtesten Werken gehörte - aus dem MUT Alte Kulturen (Abguss-Sammlung der Klassischen Archäologie) gezeigt. Der Diadumenos ist eine römische Marmorkopie nach einer um 420 v. Chr. entstandenen Bronzestatue des Polyklet. Wen der Diadumenos darstellte und warum er geschaffen wurde, ist nicht belegt. Im Gegenzug erhält das MUT als Leihgabe für seine Dauerausstellung die beiden Figuren von Antony Gormley Domain II, 1999, und Insider V, 1998, aus der Sammlung Schaufler: Der britische Künstler Antony Gormley (*1950) ist seit einigen Schuljahren Teil des Kunstabiturs in Baden-Württemberg. Die Exponate im Austausch sind spätestens ab Februar in den jeweiligen Häusern zu sehen.     –tw